Hochtoxisch: Globale Katastrophe des Plastikmülls

Plastikmüll Seite an Seite mit der Klimaerwärmung

Zwickau. 

Zwickau. Das Thema ist hochtoxisch: Es geht um die globale Katastrophe des Plastikmülls. In einem vierwöchigen Ausstellungsprojekt beschäftigt sich der Kunstverein "Freunde Aktueller Kunst" in der Hauptstraße 60/62 mit den "Plastikfluten" allerorts. Den Besuchern werden unter anderem Filme zum Thema Plastikmüll, Bilder von Schülern aus Plastik, Kunststücke aus Kunststoff aus 3D-Druckern gezeigt. Vereinschef Claus Fischer erklärte dazu: " Wir haben einen unserer Räume mit Unmengen von gesammeltem Plastikabfall gefüllt, um so drastisch vor Augen zu führen, wie sehr uns die schiere Masse an Wegwerf-Plastik erdrückt. Fischer fügte hinzu: "Unvermeidbar ist bereits, dass wir ungezählte Plastik-Nanopartikel mit jedem Atemzug inhalieren sowie mit der Nahrung zu uns nehmen. Ob wir es wollen oder nicht. Die Natur im Ganzen nimmt einen extremen Schaden. In allen Ozeanen treiben derzeit 140 Millionen Tonnen Plastik und in einer Million Tonnen Plastiknetze verenden zahllose Meeresbewohner qualvoll." Umweltaktivisten vertreten seit längerem den Standpunkt, dass der sorglose Umgang mit Einmalverpackungen aus Plastik Seite an Seite mit der ökologischen Katastrophe der Klimaerwärmung steht. Wo dort ein Umdenken immer manifester wird, gibt es beim Plastikmüll noch kein vergleichbares Bewusstsein dafür, wie sehr die Menschheit ihre Umwelt und unser aller Leben angreifen und zerstören.

"Nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein"

Zugleich kämpften die Menschen mit dem Rücken zur Wand gegen die Plastikkrise an, um den Point of no return noch etwas weiter vor sich her zu schieben. "Das Verbot von Strohhalmen und Partygeschirr aus Plastik ab nächstem Jahr ist noch nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein", so Fischer zur Eröffnung. Die Ausstellung kann bis 28. August jeweils Dienstag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung besichtigt werden.