Hohe Nachfrage: Glauchauer Weihnachtsausstellung wird verlängert

Museum "Zwischen Frühstück und Gänsebraten" wird bis 23. Februar gezeigt

Glauchau. 

Glauchau. Die aktuelle Weihnachtsausstellung im Museum im Schloss Hinterglauchau übertrifft alle Erwartungen: 2002 Besucher haben im Dezember 2019 einen Blick in die Sammlung geworfen. Das ist deutlich mehr als bei den Weihnachtsausstellungen in der Vergangenheit und - mit Blick auf einen Monatswert - als bei der Dali-Schau.

Besucherströme in Ausstellung

Auch am zweiten Januar-Wochenende zählte die städtische Einrichtung rund 350 Gäste. "Vor diesem Hintergrund und den auch im Januar anhaltenden Besucherströmen wird die Ausstellung noch bis zum 23. Februar 2020 verlängert", sagt Rathaussprecherin Bettina Seidel.

Kernaufgabe: Gesellschaftliches Gedächtnis

Das Museum im Schloss Hinterglauchau hat von Mittwoch bis Sonntag jeweils von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Damit können Gäste nun bis zum Ende der Winterferien einen Blick in die Weihnachtsausstellung werfen. Vielleicht ist es gerade das Thema "Weihnachten in der DDR", das die Generationen verbindet und ein gemeinsames Erinnern ermöglicht. Damit wird das Museum sehr deutlich einer seiner Kernaufgaben als gesellschaftliches Gedächtnis gerecht, heißt es aus der Stadtverwaltung in Glauchau. In der Ausstellung kann man all die Kleinigkeiten des DDR-Alltags, aber auch der Festtagskultur entdecken, die schon längst in Vergessenheit geraten sind.

Fotoausstellung zum Mauerfall-Jubiläum

Die Ausstellung "Zwischen Frühstück und Gänsebraten" wird inhaltlich ergänzt durch die Fotoausstellung "Voll der Osten", die das Museum anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Mauerfalls seit 9. November 2019 zeigt. In den 1980er Jahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam.

Er hielt fest, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten.