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Hohenstein-Ernstthal: Fraktion fordert neue Gedenkstätte

Stadtrat "Die Linke/Pro Hot" will eine Erinnerungsstätte für das KZ-Außenlager

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Die Fraktion "Die Linke/Pro Hot" hat beantragt, dass in der nächsten Stadtratssitzung in Hohenstein-Ernstthal, die am 26. Mai stattfinden soll, über die Errichtung einer Gedenkstätte als Erinnerung an das KZ-Außenlager in der Karl-May-Stadt gesprochen wird.

Am Schützenhaus gab es von Dezember 1944 bis April 1945 das Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg in Nordostbayern. Mit der Schaffung einer Gedenkstätte soll daran sowie an das Kriegsende und die Befreiung von der NS-Diktatur vor 75 Jahren erinnert werden. Im Hot-Sportzentrum steht am Aufgang zum Kunstrasenplatz bereits eine kleine Gedenktafel. "Leider ist dieses Areal nicht dauerhaft für alle Menschen zugänglich, was aus verschiedenen sachlichen Gründen richtig erscheint", erklärt Alexander Weiß, Fraktionsvorsitzender von "Die Linke / Pro Hot".

Ideologien noch lange nicht überwunden

Er schlug vor, dass auf dem Areal vor dem Schützenhaus, das parkähnlich gestaltet ist, eine öffentlich zugängliche und deutlich sichtbare Gedenkstätte errichtet wird. Denn der Schrecken der NS-Zeit dürfe nicht vergessen werden. "Das vergangene Jahrzehnt hat gezeigt, dass die Gedanken und Ideologien des Nationalsozialismus noch lange nicht aus allen Köpfen der Menschen verschwunden sind", gibt Weiß zu bedenken. Um die Auseinandersetzung mit dem Thema vor Ort zu ermöglichen, soll die Stadtverwaltung prüfen, ob es für die Errichtung einer Gedenkstätte Fördermittel gibt. Im nächsten Haushalt könnten Gelder für die Planung eingestellt werden.

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