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Sachsen

Hohenstein Ernstthal: Hohe Zahl von Sterbefällen im Dezember

Corona Inzidenz in der Karl-May-Stadt ist weiterhin hoch

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Beim Blick auf die Bevölkerungsentwicklung in Hohenstein-Ernstthal im Jahr 2020 gibt es Auffälligkeiten. Lebten Ende 2019 noch 14.644 Menschen in der Karl-May-Stadt waren es Ende 2020 nur noch 14.446, und das obwohl es deutlich mehr Zuzüge (610) als Wegzüge (545) gab. Die Zahl der Geburten sank allerdings auf 98, was weniger ist als der Schnitt der vorherigen sechs Jahre (108). Mit 361 Sterbefällen war ein Anstieg im Vergleich zum Durschnitt der vorherigen Jahre (315) zu verzeichnen.

Vor allem der Dezember 2020 ist markant.

Die erfassten 65 Sterbefälle bedeutet einen erheblichen Anstieg gegenüber 2019 (27) und 2018 (20). Auch der November lag bei dieser Statistik schon über dem Durchschnitt. "Aus meiner Sicht ist die Zahl aber wirklich alarmierend", sagt Oberbürgermeister Lars Kluge. Die Einzelfälle kenne man zwar nicht, aber ein Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist sehr wahrscheinlich. Da die Stadt über relativ viele Senioreneinrichtungen verfügt, die teilweise trotz umfangreicher Vorsorgemaßnahmen von der Pandemie betroffen waren, gab es offenkundig mehr Todesfälle. Die Situation in den Griff zu bekommen, ist schwierig. Deshalb hofft Kluge, dass die Impfungen für Bewohner und Personal bald eine Entspannung der Lage bewirken.

Die Inzidenz, also die Zahl der Corona-Neuinfektion in der vergangenen sieben Tagen hochgerechnet auf 100.000 Einwohner, lag am Freitag bei knapp 500. Innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden für Hohenstein-Ernstthal 71 neue Fälle gemeldet.