Hohenstein-Ernstthal: Textil- und Rennsportmuseum öffnet endlich wieder

Museumstag Ganztägig werden zahlreiche Textilmaschinen vorgeführt

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Nach achtwöchiger Schließung öffnet am Internationalen Museumstag am Sonntag das Textil- und Rennsportmuseum Hohenstein-Ernstthal wieder seine Türen. "Aufgrund der Corona-Krise gibt es kein großes Museumsfest. Unter Einhaltung der Schutzmaßnahmen werden in den Schauwerkstätten Jacquardweberei und Strumpfstrickerei ganztägig zahlreiche Textilmaschinen vorgeführt", erklärt Museumsleiterin Marina Palm.

Schritt-fürSchritt-Anleitung und Stoff aus der DDR zum heimsichen Maskennähen

Sie hat auch besondere Vorführungen geplant. "Mit entsprechendem Abstand zeigen wir in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zwei Varianten, wie eine Mund-Nasenbedeckung genäht wird", teilt sie mit. Deshalb hat die Museumschefin auch kleine Sets vorbereitet, die von den Besuchern dann mitgenommen und zuhause genäht werden können. Ein kleiner Obolus ist dafür erwünscht.

Der Stoff für die Masken stammt aus den umfangreichen Beständen des Textil- und Rennsportmuseums. Viele der Stoffteile wurden bereits zu DDR-Zeiten gefertigt. Dass sie einmal zu Masken werden und bei einer weltweiten Pandemie vor Viren schützen sollen, hätte sicher niemand vermutet.

Ab Montag wieder regulär geöffnet

Die Vorführung wird an einer Nähmaschine erfolgen, an der vor ein paar Wochen die Textilkünstlerin Andrea Myers aus den USA noch ihre Kunstwerke für die Ausstellung "Neon Speed" genäht hat. Die Ausstellung wurde verlängert. Marina Palm selbst hat in den vergangenen Wochen auch Masken für das Krankenhaus in Chemnitz und die Mitarbeiter des Museums genäht. "Das waren bestimmt mehr als 60 Stück", sagt sie.

Am Sonntag sind Besucher von 10 bis 18 Uhr willkommen. Regulär geöffnet ist danach wieder dienstags bis sonntags, 13 bis 17 Uhr.

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