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Hohensteiner Museum sucht Fotos mit DDR-Plüschtieren und Wandbildern

Aufruf Alltagsszenen sollen Ergänzung zu Ausstellungsstücken werden

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Besucher empfangen kann das Textil- und Rennsportmuseum in Hohenstein-Ernstthal derzeit nicht, doch seine Leiterin Marina Palm will dafür sorgen, dass es dennoch im Gespräch bleibt. Passend zur neu gestalteten Dauerausstellung "Möwe, Hirsch und Sandmännchen - Von Hohenstein-Ernstthal in die Welt" startet sie nun einen Aufruf. Gesucht werden Fotos, auf denen zu sehen ist, wie DDR-Plüschtiere, gewebte Wandbilder oder Tischdecken ganz praktisch im Einsatz waren.

"Wir wollen zeigen, wie sie damals zum Alltag gehörten", erzählt Marina Palm. Die gewebten Bilder mit dem röhrenden Kirche, Rotkäppchen oder anderen Motiven gibt es im Museum zahlreich. Auch die typischen Plüschtiere, die in Thüringen aus Plüsch der VEB Möbelstoff- und Plüschwerke Hohenstein-Ernstthal gefertigt wurden, kann man im Museum in Augenschein nehmen. Sie waren sogar schon einmal Teil einer Sonderausstellung. Zu DDR-Zeiten wurden sie oft für den Export in den Westen gefertigt und waren daher im Osten nur schwer zu bekommen. Fotos, die spielende Kinder mit Teddy, Fuchs oder Monchhichi zeigen, gibt es kaum. Auch Aufnahmen aus Wohnungen, die mit Wandbildern verziert sind, fehlen weitgehend. "Das kann auch einmal eine Kaffeerunde oder Feier in einem typischen Wohnzimmer sein", sagt Marina Palm über die gesuchten Fotomotive. Wer in seinen Fotoalben etwas findet, kann sich von Dienstag bis Freitag unter der Rufnummer 03723-47711 im Textil- und Rennsportmuseum melden.

Die neue Dauerausstellung "Möwe, Hirsch und Sandmännchen - Von Hohenstein-Ernstthal in die Welt" zeigt sehr anschaulich, wie verschiedene Produkte der Webereien vom Entwurf bis zum Endergebnis gefertigt wurde. Das Textil- und Rennsportmuseum befindet sich in dem Gebäude, in dem früher die Mechanische Weberei C.F. Jäkel zuhause war. Später gehörte sie zum Kombinat VEB Möbelstoff- und Plüschwerke, mit mehr als 50 Betriebsteilen und über 5000 Mitarbeitern. Kurz nach der Wende verschwand das Unternehmen, das Möbelstoffe auch für Ikea sowie viele andere innovative Stoffe fertigte, aber genau wie viele andere DDR-Betriebe.