Hoher Besuch in der Paracelsus-Klinik

Visite Bundesgesundheitsminister war im Gespräch mit dem Klinikpersonal

Zwickau. 

Zwickau. Hoher politischer Besuch am Dienstagnachmittag in der Zwickauer Paracelsusklinik. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch statteten der Einrichtung einen Besuch ab. Dabei ging es vordergründig darum, mit dem Klinikpersonal zu Fragen rund um die Pflege ins Gespräch zu kommen.

Klinik will digitaler werden

Bevor allerdings die angesetzte Podiumsdiskussion begann, stand noch ein kurzer Abstecher auf eine der Stationen an. Dort erläuterte Schwester Sarah Bergert den Besuchern die Funktionsweise und Vorteile einer erst vor zwei Wochen eingeführte neue Applikation auf einem Gerät in Handyformat. Dokumentiert werden dort Pflege und Therapien jedes einzelnen Patienten. Nutzbar ist diese App für Pfleger und Physiotherapeuten. Der Bundesgesundheitsminister lobte das Klinikum ausdrücklich dafür, dass die Digitalisierung dort in dieser Form vorangehe. Er wisse aber auch, dass damit nicht alle Probleme im Klinikalltag aus der Welt geschafft werden können. Das habe die Politik erkannt und arbeite an der Beseitigung des Pflegenotstandes.

Ein "Merkzettel" für den Minister

Spahn war sich übrigens auch nicht zu schade dafür, mit einem ihm zufällig über den Weg laufenden Patienten ein kurzes Gespräch zu führen und ihm gute Besserung zu wünschen. In der eigentlichen Podiumsdiskussion mit dem Klinikpersonal standen dann ganz konkrete Fragen zur Pflege im Mittelpunkt. Speziell der Mangel an Fachkräften, die schnellere Einführung der digitalen Medizin oder die Angleichung von Bezahlung und Wochenarbeitszeit in Ost und West. Damit Spahn die Sorgen, Nöte und Anregungen des Personals der Zwickauer Paracelsusklinik auch nach seiner Rückkehr in die Bundeshauptstadt im Auge behält, bekam er von ihnen einen entsprechenden "Merkzettel" geschenkt.