Hübner spielt Heim-Trumpf aus

Rund um Zschopau Tausende sehen Klassiker

Es sei die beste Veranstaltung in ganz Deutschland, meinte Gerd Neubert aus der Nähe von Dachsbach, der ebenfalls als Austragungsort von DEM-Läufen bekannt ist, als Zuschauer bei "Rund um Zschopau". "Nur hier in Zschopau gibt es noch die echte Endurofahrt. Demgegenüber wird in anderen Gegenden, so wie bei uns, fast nur noch auf der Straße gefahren, das hat mit Endurosport wenig zu tun. Das Börnichener Schlammloch beispielsweise kennt man in ganz Deutschland", sagte er. Hohe Ausfallquoten unter den Fahrern und zahlreiche Strafzeiten konstatierte Fahrtleiter André Rudolph beim diesjährigen Mega-Event. "Aber auch das gehört dazu", erklärte der Fahrtleiter. Alle Streckenpunkte säumten massenhaft Leute, um die Fahrer auf insgesamt 89 Kilometern anzufeuern. Allein der Prolog Freitagabend zog rund 5500 Zuschauer an, der Folgetag nochmals mehrere Tausend.

Und die bekamen Endurosport nicht nur an den drei Sonderprüfungen am Skihang, in Weißbach und Venusberg vom Feinsten geboten, wenngleich die Bedingungen an der Belastungsgrenze der Tageslizenz-Fahrer bis hinauf zu den A-Lizenzlern, kratzten, auch angesichts von achteinhalb Stunden Fahrtzeit. E1-Fahrer Edward Hübner, bislang in seiner Klasse ungeschlagen, war bis in die Haarspitzen motiviert. Als der Peniger in Diensten von KTM Sturm aus Zschopau dann auch noch seinen härtesten Kontrahenten, Dennis Schröter, im Championat erstmals besiegte, löste weitere Begeisterungsstürme unter den Zuschauern aus.