"Ich kann momentan viel lernen"

Interview mit Verteidiger Philip Halbauer

Philipp Halbauer sorgt bei den Eispiraten Crimmitschau für Furore. Der 18-Jährige, der in Seelingstädt und in Crimmitschau aufgewachsen ist, hat den Sprung in die Profimannschaft geschafft. Zuletzt wählten ihn die Fans sogar zum "Spieler des Monats" im November. BLICK-Reporter Holger Frenzel hat mit ihm das folgende Gespräch geführt.

Wie bewerten Sie bisher für sich persönlich den Verlauf der Saison?

Ich bin mega-glücklich. Im Sommer haben viele Leute gesagt, dass ich mir einen festen Platz im Kader erkämpfen kann. Dabei durfte ich bisher schon im Sturm und in der Abwehr ran. Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell klappt. Nun muss ich kontinuierlich meine Leistungen abrufen.

Wie gehen Sie mit Rückschlägen - wie beispielsweise der Nicht-Nominierung für die U-20-Weltmeisterschaft - um?

Man darf sich nicht hängen lassen. Wichtig ist, sich auf den nächsten Wechsel und auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Nachwuchs-Bundestrainer Christian Künast hat mir in dieser Woche am Telefon mitgeteilt, dass ich nicht mit nach Wien fahren kann und nur auf Abruf bereit stehen soll. Die Enttäuschung war erst einmal groß. Aber: Ich gehöre momentan zum jüngeren Jahrgang, kann auch 2016 noch einmal eine U-20-Weltmeisterschaft spielen.

Welche Rolle nehmen die erfahrenen Spieler aus dem Kader ein?

Ich bekomme eine tolle Unterstützung. Zum Beispiel durch John Tripp. Er gibt mir viele Tipps. Zudem zeigt er Übungen, die mich tatsächlich weiterbringen. Ich kann momentan viel lernen.

Die Zeit in Mannheim war von großer Bedeutung. Ich habe viel Eiszeit, auch in de Special-Teams, bekommen. Dazu kamen Spiele und Turniere im Ausland. Wir durften unter anderem in Schweden, Finnland und den USA spielen. Das bringt junge Leute weiter. Parallel dazu habe ich mein Fachabitur gemacht. Mittlerweile gibt es die Überlegung, neben dem Sport noch ein Fernstudium - im Optimalfall im Bereich des Sportmanagements - zu machen.