IG Metall: Moderne Arbeitsmodelle für Beschäftigte

Verhandlungen GKN in Mosel legt zeitweise die Arbeit nieder

ig-metall-moderne-arbeitsmodelle-fuer-beschaeftigte
Stellvertretend für ihre Kollegen legten rund 200 GKN-Beschäftigte der Nachtschicht für zwei Stunden die Arbeit nieder. Foto: Andreas Wohland

Zwickau. Etwa 200 Beschäftigte der Nachtschicht bei GKN Driveline Deutschland GmbH in Mosel folgten am späten Montagabend dem Aufruf der IG Metall zu einem zweistündigen Warnstreik. Sie reihten sich damit in Betriebe aus Berlin, Brandenburg und Sachsen ein, die seit Jahresbeginn mit zeitweiligen Arbeitsniederlegungen für die Durchsetzung der Gewerkschaftsforderung bei den Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie kämpfen.

Die IG Metall fordert unter anderem sechs Prozent mehr Geld für zwölf Monate und Wahloptionen für moderne Arbeitszeitmodelle. Darüber hinaus strebt die Gewerkschaft eine Verhandlungsverpflichtung über die Angleichung der Arbeitszeiten zwischen Ost und West an.

"Es geht nicht nur ums Geld"

In seiner Rede vor dem GKN-Werktor machte Thomas Knabel, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Zwickau, deutlich, dass es der Gewerkschaft nicht nur um mehr Geld für die Beschäftigten ginge.

"Wir wollen, dass die Unterschiede bei der Wochenarbeitszeit in Ost und West endlich der Vergangenheit angehören. Außerdem sollen Arbeitnehmer entsprechend ihrer persönlichen Lebenssituation moderne Arbeitszeitmodelle nutzen können. Zum Beispiel für die Pflege von Familienangehörigen oder der Kinderbetreuung." Um diese Ziele bei den laufenden Verhandlungen durchzusetzen, könne man sich auch weitere Arbeitskampfmaßnahmen vorstellen.