• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

IHK ruft Schulen zur Mithilfe auf

Ausbildung Bisher 40 Prozent weniger Schulabgänger in Berufsausbildung vermittelt als im Vorjahr

Zwickau. 

Zwickau. Mit einem Hilferuf wendet sich die Industrie- und Handelskammer (IHK) in Zwickau an die 45 Oberschulen und Gymnasien im Landkreis. Die Vermittlung der diesjährigen Schulabsolventen in die Berufsausbildung verläuft äußerst schleppend. Azubi-Speeddatings, Anzeigenkampagnen und die Zusendung von Info-Materialien an die Schulen haben bisher nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Deshalb will IHK-Geschäftsführer Torsten Spranger an diesem Donnerstag mit den Schulvertretern persönlich ins Gespräch kommen. "Mit Sorge verfolgen wir den derzeitigen Übergang der Schulabgänger ins Berufsleben. Die Zahl abgeschlossener Ausbildungsverträge liegt im Vergleich zum Vorjahresmonat um bis zu 40 Prozent niedriger!", informiert der IHK-Geschäftsführer. Durch die Corona-Schutzmaßnahmen seien Messen, Praktika sowie die Woche der offenen Unternehmen verschoben worden bzw. ganz ausgefallen. Neben eingeschränkter Berufsorientierung sorgten unter anderem auch fehlende Perspektiven in von der Pandemie besonders hart getroffenen Branchen für Unsicherheit.

Die IHK-Geschäftsführung sucht nach Auswegen. In einer 90-minütigen Videokonferenz will sie sich am 20. Mai ab 13 Uhr mit Schulleitern sowie Vertretern der Agentur für Arbeit und Handwerkskammer Chemnitz über kurzfristige Maßnahmen auszutauschen. Dabei gehen sie Fragen nach wie: Sind geplante Werdegänge der Abgangsschüler bekannt? Wie sollten IHK/Handwerkskammer und Arbeitsagentur noch vor Zeugnisübergabe über regionale Ausbildungsbetriebe und freie Ausbildungsstellen informieren? Besteht Bedarf an Sommerpraktika und zusätzlichen virtuellen Elternabenden zum Thema Berufsorientierung?

Torsten Spranger setzt auf regen Zuspruch der Schulleiter: "Ziel ist es, Jugendliche in Ihrer Berufsfindung zu stärken und ihnen einen reibungslosen Start in die duale Berufsausbildung zu ermöglichen. Hier geht es um die Zukunft unserer Kinder und unserer Wirtschaftsregion! Jede Unterstützung ist notwendig und willkommen."