Im Gedenken an die tödlich verunglückten Rennfahrer

Motorsport AMC Sachsenring legte am Guthrie-Stein erneut Blumen nieder

Hohenstein-Ernstthal. 

Hohenstein-Ernstthal. Auch in diesem Jahr gedachte der AMC Sachsenring den auf gleichnamiger Rennstrecke in den letzten 93 Jahren tödlich verunglückten Rennfahrern. Dazu hatte sich am heutigen Donnerstag-Nachmittag auf Grund der Corona-Beschränkungen eine Mini-Abordnung, bestehend aus dem AMC-Vorstandsvorsitzenden Olsen Hänel, dem Verkehrs- und Technikleiter sowie Jugendbetreuer Torsten Meiner und dem Hohenstein-Ernstthal- bzw. Sachsenring-Chronisten Wolfgang Hallmann, zum sogenannten Guthrie-Stein an der B180 bei Hohenstein-Ernstthal aufgemacht, um neben dem alten, zwischen 1927 und 1990 befahrenen Sachsenring ein würdiges Blumengebinde niederzulegen. Trotz des beschaulichen Rahmens nannte Wolfgang Hallmann ein paar Fakten aus der 1927 begonnenen Sachsenring-Historie, zu der leider auch 21 tödlich verunglückte Rennfahrer gehören.

Jimmie Guthrie steht stellvertretend für weitere Rennfahrer

Am Renntag des ersten Nachkriegsrennens, am 25. September 1949, wurde der Guthrie-Stein zu Ehren des großen britischen, am 8. August 1937 an ungefähr der gleichen Stelle tödlich verunglückten, Rennfahrers Andrew James "Jimmie" Guthrie errichtet und eingeweiht. Seitdem ist er alljährlich Pilgerort für viele Rennfans. Ebenso fühlt sich auch der der Historie verschriebene AMC Sachsenring alljährlich verpflichtet, diesen Ort aufzusuchen und in Stille denen zu gedenken, die beim Kampf um Meter und Sekunden sowie zur Unterhaltung tausender Fans rund um den Erdball ihr Leben ließen. Der traditionelle Gedenktag ist der 26. Mai, denn an jenem Tag 1927 knatterten erstmals in und um Hohenstein-Ernstthal, damals noch als Badberg-Vierecks-Rennen, die Motorrad-Rennmotoren. In der jüngeren Vergangenheit wählte man in der letzten Mai-Woche aber auch immer wieder Alternativ-Termine.