In den Wäldern wird scharf geschossen

Natur Jagdsaison hat begonnen

Der Staatsbetrieb Sachsenforst informiert, dass seit Monatsbeginn die Drückjagdsaison begonnen hat. So sind der Hartmannsdorfer Forst oder der Werdauer Wald Gebiete, in denen Jagden veranstaltet werden. Die zwischen Ende Oktober und Ende Januar abgehaltenen Jagden sind, wie Landesforstpräsident Hubert Braun erläutert, "eine effiziente und wildbiologisch sinnvolle Art der Bejagung", um zu gewährleisten, "dass die Wildschäden ein wirtschaftlich tragbares Maß nicht überschreiten."

Insbesondere Wildschweine vermehren sich angesichts der reich gedeckten Tische in Raps- und Maisfeldern rasend schnell, weibliche Tiere sind mitunter schon im Frischlingsalter tragend. Die Jagden sind somit weniger ein Treffen von Trophäensammlern, sondern zwingend notwendig, um die gut 15 Millionen Euro, die jährlich in den Waldumbau investiert werden, nicht größtenteils direkt in den Magen der Tiere zu leiten. Denn diese sättigen sich natürlich bevorzugt an Jungtrieben. Nutzer der Naherholungsgebiete sollten daher unbedingt die Beschilderung beachten und Hunde unbedingt anleinen, warnt Bernd Härtel, Leiter des Forstbezirks Plauen. Zwar sei die Gefahr, dass sich eine Kugel verirrt, denkbar gering; allerdings gab es in der Vergangenheit schon mehrfach Beißunfälle mit den Treib- und Stöberhunden.

Dass die Jagden verstärkt auch tagsüber erforderlich sind, macht Härtel an der zunehmenden Schläue der Tiere fest, die mit Nachtsichtgerät nicht bejagt werden dürfen und sich sehr gut zu verstecken wissen: "Die dummen Schweine sind schon tot", meint er.