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In der Miniwelt gibt es auch im Winter viel zu tun

instandhaltung Wechselhaftes Wetter setzt einigen der Miniaturen stark zu

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Besucher gibt es derzeit im Landschaftspark Miniwelt und im Planetarium Minikosmos in Lichtenstein nicht. Erst ab dem Saisonauftakt im 26. März ist wieder geöffnet, sofern es die Corona-Bestimmungen dann zulassen. Langeweile haben die Mitarbeiter aber trotzdem nicht. Vor allem die Reparatur- und Renovierungsarbeiten an den Modellen im Maßstab 1:25 erfordern Fingerspitzengefühl und viel Zeit. Linda Schilling und Laura Förster kümmern sich um die Fachwerkhäuser, die ein Wahrzeichen der norddeutschen Stadt Stade sind. "Das ist wirklich sehr aufwändig", sagt Linda Schilling, die davon ausgeht, dass mehrere Wochen für das Vorhaben nötig. Aus den Flächen zwischen den Holzbalken muss der alte Putz entfernt und durch neue Spachtelmasse ersetzt werden. Auch neue Farbe müssen die kleinen Häuschen bekommen.

Viele der mehr als 100 Miniwelt-Modelle wurden aus den Originalmaterialien gebaut und sind deshalb anfällig für Witterungseinflüsse, die auf kleine Steine, Strohdächer oder dünne Holzbalken natürlich viel schneller einwirken als auf die echten Bauwerke in Originalgröße. "Manche Teile halten nur drei Jahre", sagt Antje Hempel, die seit 1997 viel Erfahrung als Modellbauerin sammeln konnte. Sie kümmert sich unter anderem um die norwegischen Stabkirchen, kleine Indianertipis aus Stoff oder verlegt neue Steinplatten für den Vorplatz des Kaiserdoms zu Speyer. "Als Modellbauer muss man sehr vielseitig sein", sagt die 61-Jährige, die genau wir ihre Kollegen hofft, dass die kommende Saison planmäßig beginnen kann.

Bis dahin gibt es neben der vielen Arbeit auch noch einige sorgenvolle Blicke auf den Wetterbericht. Denn längst nicht alle Modelle können im Winter in Gebäuden eingelagert oder im Freien mit Planen und Brettern "eingehaust" werden. Das Völkerschlacht-Denkmal, die große Pyramide von Gizeh, Taj Mahal oder das Capitol von Washington müssen Wind und Wetter trotzen. "Das wechselhafte feuchte Wetter ist sehr ungünstig. Wenn die Nässe ins Material eindringt und dann Frost dazu kommt, wird es problematisch", erklärt Miniwelt-Sprecherin Claudia Schmidt. Einige Eindrücke aus der Miniwelt in der Winterpause finden Sie in unserer Fotogalerie.