In Oberlungwitz wird weiter gebaut

Kommunales Die Stadt bekommt eine neue Senioreneinrichtung

Oberlungwitz. 

Oberlungwitz. Bei der Oberlungwitzer Einwohnerversammlung gab es am Dienstag nicht nur einen Jahresrückblick und eine Vorschau auf kommende Projekte, sondern auch die Möglichkeit für Bürgerfragen. Eine davon dreht sich um das wohl markanteste Gebäudeensemble in Oberlungwitz, das Rogo-Areal. Doch so groß das Interesse an dessen möglicher Zukunft auch ist, konkrete Pläne gibt es offenbar noch nicht. Laut Bürgermeister Thomas Hetzel (parteilos) gibt es vom Besitzer keine neuen Informationen.

Der markante Klinkerbau mit dem hohen Turm war von der Azurit-Gruppe, die bundesweit Senioreneinrichtungen betreiben, gekauft worden. Doch deren Pläne sind nach wie vor nicht bekannt. Dagegen konnte Hetzel mitteilen, dass das ehemalige Staatliche Amt für ländliche Neuordnung an der Erlbacher Straße umgebaut wird und 28 seniorengerechte Wohnungen entstehen. Der Umbau der ehemaligen Kunzefabrik durch Albrecht Mugler soll 2019 abgeschlossen werden. Auch hier werden vor allem Senioren einziehen.

Weitere Vorhaben in der nächsten Zeit

In der Stadt gibt es noch einige weitere Bauvorhaben. Der Anbau am Rathaus wird fortgesetzt, ebenso die Neugestaltung des FSO-Parkes und die Sanierung der Robert-Koch-Straße. Ob und in welchem Umfang räumliche Erweiterungen an den Schulen erfolgen, steht dagegen noch nicht endgültig fest. Auch beim Radwegbau an der Erlbacher Straße sowie an der ehemaligen Bahnstrecke von Mittelbach nach Wüstenbrand sind noch Fragen offen. Die Böschung des Lungwitzbaches soll zwischen Strumpfgasse und Sonnenweg renaturiert werden. Mit etwas Wehmut informierte Thomas Hetzel über die Bevölkerungsentwicklung. Denn die Zahl der Einwohner ist lag Ende 2018 bei 5.886 Oberlungwitzern, ein Jahr zuvor waren es noch 5.927.

Mit lediglich 32 Geburten erblickten deutlich weniger Kinder das Licht der Welt als in den Jahren zuvor. Es gab 284 Zuzüge nach Oberlungwitz und 249 Wegzüge, also genau wie in den Vorjahren ein positiven Saldo. "Es reicht aber nicht, um die Einwohnerzahl zu halten", sagt Hetzel, der für 2018 insgesamt 97 Sterbefälle zu vermelden hatte.