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Industriekunst am Förderturm

Graffiti Wandbild in Zwickau zeigt eine schwarz-weiße Zechenlandschaft

Zwickau. 

Zwickau. Eine Seite des zwischen Mülsen und Zwickau stehenden 60 Meter hohen Förderturms des einstigen Martin-Hoop-Werkes IVa ist zu einer steinernen Leinwand geworden. Schaulustige konnten in den zurückliegenden Tagen erleben, wie der Leipziger Graffitikünstler Tino Schneider in luftiger Höhe auf einer Hängebühne an seinem Kunstwerk arbeitete. Darauf abgebildet ist ein Förderturm in einer Zechenlandschaft. Darunter erstrecken sich die verschiedenen Erdschichten und Kohleflöze. Die Darstellung entspricht dem ursprünglichen Charakter des Bauwerkes, in dem vor vier Jahrzehnten letztmals Kohle aus 1.000 Meter Tiefe gefördert wurde.

Aktion ist Teil eines Projekts

Und es gibt auch einen deutlichen Bezug zu Zwickau. Denn in dem Entwurf, den der Leipziger Künstler Christoph "Flamat" Steyer geliefert hat, tauchen Schwäne auf. Das großflächige Bild wird nur mit schwarzen und weißen Farben ausgeführt. Grund: Es soll vermieden werden, dass es den unmittelbar daneben stehenden denkmalgeschützten Turm mit seiner markanten Klinkerfassade optisch verdrängt. Das Riesengraffiti entsteht im Rahmen des länderübergreifenden Projektes "InduCult 2.0", das sich als eine junge Erscheinung in der europäischen Kulturlandschaft der Industriekultur abseits der Metropolen in Mitteleuropa widmet. Die Kosten für das Aufbringen des Bildes werden von der Europäische Union, dem Kulturraum Zwickau/Vogtland sowie dem Eigentümer des Turmes, der MSB Metall- und Stahlsystembau, getragen.



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