Inklusionspreis geht nach Westsachsen

Wirtschaft Werkzeug-Maschinenhandel Schär erhält Auszeichnung

Crimmitschau. 

Crimmitschau. Die Firma Werkzeug-Maschinenhandel Schär aus Crimmitschau gehört zu den Preisträgern des Inklusionspreises für die Wirtschaft 2019. Dank inklusiver Beschäftigung ist dem Unternehmen, das sein Domizil an der Leipziger Straße hat, der Weg aus dem Fachkräftemangel gelungen: Mit einem neuen Bewerbungs- und Einstellungsverfahren, das individuelle Stärken in den Vordergrund rückt, gewann Schär talentierte Mitarbeitende mit Handicap.

Dazu gehörten ein Auszubildender mit Autismus und Tourette-Syndrom sowie ein ehemaliger Logistiker mit Körperbehinderung, der heute den Onlinehandel des Unternehmens leitet. Das Engagement wurde bereits vor einem Jahr mit einer Auszeichnung belohnt. Im März 2018 erhielt die Firma den Annedore-Leber-Preis.

Politik und Verwaltung können Inklusion nicht allein erreichen

Fünf Unternehmen erhielten den Inklusionspreis: Der Automobilkonzern Daimler, die Deutsche Telekom, der Onlinehändler Zalando Logistics, der Transportdienstleister Quick Line und - wie bereits erwähnt - der Werkzeughandel Schär. "Unternehmen können heute nur zukunftsfähig sein, wenn sie auf Vielfalt setzen und Diversity als Teil ihrer Unternehmenskultur leben", erklärte die Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt, Aletta Gräfin von Hardenberg.

Hubertus Heil, Bundesminister für Arbeit und Soziales, machte in seinem Grußwort deutlich: "Politik und Verwaltung können Inklusion - gerade im Arbeitsleben - nicht alleine erreichen. Dafür brauchen wir viele Unterstützer auf allen Ebenen." Entscheidend seien die Personalverantwortlichen in den Betrieben. "Deshalb freut es mich, dass sich mit den Preisträgern ganz verschiedene Unternehmen unterschiedlicher Größe mit Schaffenskraft und Engagement diesem Ziel ebenfalls verschrieben haben", so der Bundesarbeitsminister.