Investorensuche in Crimmitschau beginnt von vorn

Stadt Beschluss zum Verkauf des Bahnhofs einstimmig aufgehoben

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Die Suche nach einem Investor für den Bahnhof in Crimmitschau beginnt von vorn. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Die Suche nach einem Investor, der Leben in den Bahnhof in Crimmitschau bringen soll, beginnt von vorn. Oberbürgermeister André Raphael will zur nächsten Sitzung des Stadtrates am 26. April über seine Ideen für die Ausschreibung und den Zeitplan informieren.

Erste Versuche scheiterten

"Wir dürfen das Korsett möglicherweise nicht zu eng schnüren", sagt der Rathauschef mit Blick auf ein von der Stadtverwaltung vorgegebenes Nutzungskonzept. Zwei Versuche, hier einen Gesundheitsbahnhof mit Arztpraxen und medizinischen Angeboten einzurichten, sind zuletzt gescheitert. Die Stadtverwaltung ist seit Anfang 2013 die Eigentümerin des unter Denkmalschutz stehenden Komplexes. Zuvor wurde die Immobilie bei einer Auktion von der Deutschen Bahn ersteigert.

Vor wenigen Tagen hat der Stadtrat - mit einer einstimmigen Entscheidung - einen im März 2017 gefassten Beschluss zum Verkauf des Bahnhofs an Jürgen Rehse und Annette Heimrich aufgehoben.

Der Tatsache ins Auge sehen

In den vergangenen Monaten hatte André Raphael vergeblich auf einen Notartermin mit den Geschäftsführern der in Sangerhausen ansässigen Firma gewartet. "Wir müssen - ohne jegliche Schuldzuweisungen - den Tatsachen ins Auge schauen. Durch den Beschluss können wir den Weg für andere Investoren oder Nutzungskonzepte frei machen", sagte Oberbürgermeister André Raphael.

Im öffentlichen Teil der jüngsten Stadtratssitzung meldete sich mit Christian Richter (Für Crimmitschau) nur ein einziger Stadtrat zu Wort. Der Zahnarzt, der seine Praxis in der Nähe des Bahnhofs hat, gehörte in der Vergangenheit stets zu den Verfechtern des Projektes.

"Ich hätte mir gewünscht, dass die Investoren zu ihrem Wort stehen. Nun müssen wir uns aber eines Besseren belehren lassen", sagte Christian Richter und machte deutlich: "Ich weiß, dass sich unsere Wirtschaftsförderin und unser Oberbürgermeister hier richtig reingekniet haben."