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Ist die Zukunft des Handwerks gefährdet?

Engagement Familienbetrieb aus Limbach-Oberfrohna äußert Sorgen bezüglich der Gewinnung von Personal. Aufgrund der Corona-Richtlinien ist dies erschwert.

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Aufgrund der Corona-Pandemie liegen ganze Branchen aktuell völlig still. In anderen Bereichen könnte es eigentlich laufen, aber auch hier stoppen die Umstände einen reibungslosen Ablauf. Nachdem Nils Pester im Sommer 2020 seine dreijährige Lehrausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker erfolgreich beendete, fehlen dem Familienunternehmen "Rosenkranz Bauelemente" ein weiterer Auszubildender und ein Monteur. Laut Steffen Rosenkranz, dem Geschäftsführer des Familienbetriebs aus Kändler, bietet die Firma jungen Menschen mit zwei Meistern für die Lehrausbildung optimale Bedingungen, bei erfolgreichem Abschluss wird eine Übernahme in die Firma garantiert.

Personalmarketing selbst in die Hand nehmen

Nils Pester hat zum Beispiel nach der Gesellenprüfung die Qualifikation zur Elektrofachkraft absolviert, wodurch jetzt alle Mitarbeiter der Firma Elektroanschlussarbeiten in Eigenverantwortung ausführen. "Unser Berufsbild wird jedoch praktisch nicht beworben", bedauert der Firmenchef. "Wir gehen selbst - wenn es die Umstände erlauben - in Schulen und stellen uns vor. Meist kommen von den Schulen Praktikanten, und auch das ist derzeit aufgrund der Corona-Richtlinien nicht möglich." Das achtköpfige Firmenteam wünscht sich mehr Einfluss von Lehrern und Bildungsbeauftragten, dass diese künftig die Jugendlichen stärker für praktische Berufe motivieren: "Sonst sehen wir die Zukunft des Handwerks gefährdet", so Steffen Rosenkranz.