Ist Limbach etwas eingeschlafen?

Kultur Oberbürgermeister von Limbach-Oberfrohna und Künstler sehen Nachholebedarf im Bereich Kultur

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Die Stadthalle ist das Kulturhaus im Herzen von Limbach-Oberfrohna. Beim Neujahrsempfang warb OB Jesko Vogel für mehr zivilgesellschaftliches Engagement im Bereich Kultur. Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. Im nächsten Monat steht ein Frühlingstanz in der Stadthalle an, anschließend der Sportlerball, im Sommer kommen Bauernmärkte, Straßenfeste, Musikveranstaltungen, das Stadtparkfest, Reitturniere oder der Familientag in der City dazu. Zusätzlich zu den Festen und Märkten bietet die Stadthalle als städtisches Kulturhaus ganzjährig ein vielfältiges Programm aus Konzerten, Lesungen, Disko, Kabarett und Messen.

Dennoch sieht Oberbürgermeister Jesko Vogel im Bereich Kultur einen Nachholbedarf in seiner Stadt. Zum Neujahrsempfang sagte er, dass sich die Bürger in diesem Bereich noch stärker einbringen müssten. "Kultur lebt vom zivilgesellschaftlichen Engagement", so Vogel.

An einem Strang ziehen

Dass das Stadtoberhaupt das erkannt hat, freut den Künstler Joachim Walter. Er sei froh, dass Jesko Vogel einen Nerv für den Bereich Kultur habe, so Walter. "Die Limbacher müssten einfach aktiver sein", sagt er. Und damit meint Walter, der auch im hohen Alter von 90 Jahren noch regelmäßig seine Kunst in Ausstellungen präsentiert, nicht nur das Nutzen von kulturellen Angeboten, sondern auch das Organisieren.

Nachwuchskünstlern der Region die Chance geben, sich zu präsentieren, das ermöglicht seit vielen Jahren Silke Arnold-Hösel von der Galerie im Wohnmeisterhaus. "Bildende Künstler haben in Limbach-Oberfrohna da nur wenige Möglichkeiten. Von daher stimmt es schon, dass die Stadt Nachholbedarf hat", sagt sie.

Wolfgang Dorn, Chef der Stadthalle, stimmt Jesko Vogel in dem Punkt zu, dass es nie genug Kultur in einer Stadt geben kann. "Eine Steigerung der Quantität bedeutet allerdings nicht automatisch eine Steigerung der Qualität", sagt er. Wichtig sei in einer Kleinstadt wie Limbach-Oberfrohna, dass kulturelle Einrichtungen zusammen arbeiten und an einem Strang ziehen.