Jahreszeit sorgt für unterkühlte Stimmung

Arbeitsmarkt Im Januar ist die Zahl der Arbeitslosen um 730 gestiegen

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Foto: Thomas Schmotz

Zwickau. Schnee und Eis hielten sich in diesem Winter bisher in Grenzen, dennoch sorgt der erste Monat des Jahres für unterkühlte Stimmung am Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen im Januar ist laut Angaben der Zwickauer Arbeitsagentur gegenüber dem Vormonat um 730 gestiegen. Jörg Fischer, Geschäftsführer für den operativen Bereich in der Arbeitsagentur der Muldestadt, erklärte dazu: "Der Anstieg ist saisonal üblich. Der Zuwachs ist allerdings deutlich geringer als in den vergangenen Jahren."

Gründe für das Hochgehen der Zahlen seien witterungsbedingte Arbeitsausfälle, das Auslaufen des Weihnachtsgeschäftes mit der damit verbundenen Entlassung von Saisonkräften, der Kündigungstermin zum Jahresende sowie das Ende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen. Fischer weiß: "Wer qualifiziert ist, hat angesichts des Fachkräftebedarfs in vielen Branchen gute Chancen, rasch wieder eine neue Stelle zu finden."

Mehr arbeitslose Männer als Frauen

Allen anderen unterbreiten die Berater der Arbeitsagentur ein Qualifizierungsangebot. Wie sehr sich die kalte Witterung in den Außenberufen auswirkt, in denen überwiegend Männer beschäftigt sind, bemerkbar macht, zeigt der Blick auf diese Personengruppe. Mit 56,1 Prozent nehmen die Männer den größten Teil der Arbeitslosen im Landkreis Zwickau ein.

"Zur Jahreszeit passt auch, dass sich deutlich mehr Personen aus dem Job heraus arbeitslos melden mussten, als wieder in Erwerbstätigkeit gehen konnten; im Januar war dieses Verhältnis 1.352:496", so Mirjam Sobe von der Arbeitsagentur. Derzeit sind im Agenturbezirk Zwickau 3.318 Arbeitslose länger als ein Jahr auf Jobsuche.