Jenseits der Massenproduktion: Spaßvögel aus Holz

Handwerk Holzgestalterin fertigt Tierfiguren

jenseits-der-massenproduktion-spassvoegel-aus-holz
Nele Jakob. Foto Nicole Schwalbe

Kirchberg/T Burkersdorf. "Ich wohne in der Natur zwischen all den bunten Vögeln", so Nele Jakob, Holzgestalterin. "Da bin ich irgendwann auf die Idee gekommen, Vögel aus Holz herzustellen." So ist es auch nicht verwunderlich, dass bei ihr so allerlei "Spaßvögel" in einer Reihe sitzen.

Alle sind handgefertigt und aus Holz, denn die Künstlerin ist nicht nur gelernte Tischlerin, sie hat auf der Schneeberger Kunsthochschule Holzgestaltung studiert und arbeitet in ihrem Beruf mit Leidenschaft. Das sieht man ihren Vögeln auch an. Keck halten sie ihr die Stange, hocken sich auf Weinflaschen, um deren Auslaufen zu verhindern, tragen Botschaften im Schnabel oder verzieren das Schlüsselbrett, bereit, Langfinger abzuschrecken.

Die aufwändige Handarbeit erfordert auch eine gute Recherche

Frei unter dem Motto "Hilfe, holt mich hier raus, ich bin ein Star", findet man bei Jakob natürlich auch die kleinen schwarzen Flattermänner, die jeden Ton treffen, aber ihren Käfig nicht verlassen können.

Der Arbeitsaufwand für die bunten Spaßvögel ist dabei nicht zu unterschätzen, denn das ist keinesfalls maschinelle Massenproduktion. "Ich muss jedes Teil einzeln drechseln, also auch den kleinen Schnabel", plaudert Jakob aus dem Werkzeugkästchen. "Aber auch die Recherche ist zeitaufwendig, denn auch wenn die Vögel aus Holz sind, so sollen sie doch so naturgetreu wie möglich aussehen."

Wenn man Nele Jakob nicht auf Sommer- oder Weihnachtsmärkten trifft, dann öffnet sie vielleicht die Pforten ihrer Werkstatt und lässt den Kunden die Gelegenheit, den einen oder anderen Vogel einzufangen.



Bewerten Sie diesen Artikel:1 Bewertung abgegeben