Jubilar steht für Kontinuität

Eishockey Torsten Heine hat seinen 40. Geburtstag gefeiert

Das ist eine Seltenheit: Im Kunsteisstadion im Sahnpark ist sogar eine Fankurve nach Torsten Heine benannt. Der Bereich zwischen Sitzplatztribüne und Anzeigetafel gilt - nun schon seit rund 20 Jahren - als Heine-Kurve. "Das ist eine fantastische Sache, die mich auch heute noch wahnsinnig stolz macht", sagt Torsten Heine, der am Sonntag seinen 40. Geburtstag feiern konnte - zusammen mit seiner Familie im Türkei-Urlaub in Okurcalar.

Rapport nach Interview

In die Schar der Gratulanten, die sich am Telefon und per Facebook gemeldet haben, reihten sich auch einige Leute aus der Heine-Kurve ein. Die Bezeichnung ist in der Saison 1998/99 nach einem kritischen Zeitungsinterview entstanden. Torsten Heine, der damals gerade 19 Jahre alt war, äußerte den Wunsch nach mehr Eiszeit. Das kam bei den Verantwortlichen nicht gut an, Sportdirektor Klaus Schröder und der Vorstand bestellten ihn zum Rapport. Torsten Heine erinnert sich daran mittlerweile mit einem Schmunzeln: "Nur wenig später erhielt ich meine Chance: Brad Shaver war verletzt. Deshalb rückte ich in den Sturm mit Stefan Steinbock und Andreas Henkel, wo ich mich auch schnell in die Torschützenliste eintragen konnte. Aus der Kurve gab es den nötigen Rückhalt von jungen Leuten: Sie riefen meinen Namen, kauften sich ein Fantrikot mit meiner Rückennummer. So ist die Heine-Kurve entstanden."

637 Partien für Crimmitschau stehen zu Buche

Auf Torsten Heine trifft die Bezeichnung als "Urgestein von Crimmitschau" zu - schon im Alter von 40 Jahren. Er stürmte von 1998 bis 2011 für den ETC und die Eispiraten. Nur in der Spielzeit 2006/07 wagte er einen kurzen Abstecher zu den Moskitos Essen. Der Offensivmann bestritt in den zwölf Spielzeiten insgesamt 637 Pflichtspiele für Crimmitschau. Seine persönliche Ausbeute: 151 Tore und 272 Vorlagen. Zudem musste er 742 Minuten auf der Strafbank abbrummen. Den Aufstieg in die 2. Bundesliga hat er zweimal mit Crimmitschau gefeiert: 2001 und 2006.

Der Tiefpunkt der sportlichen Laufbahn war dagegen der Abstieg in die Oberliga in der Saison 2004/05. Fast kein Wunder: Das Trikot von Torsten Heine mit der Nummer 43 hängt - neben der Spielkleidung von Torhüter Ralf Kösling und Stürmer Stefan Steinbock - unter dem Hallendach. "Zwischen den Klubverantwortlichen und mir hat es immer gepasst. Wir mussten nicht über Verträge streiten. Zudem kann ich mich hier auf das gewohnte Umfeld und gute Freunde verlassen", begründet Torsten Heine, der mit seiner Frau Eileen und den drei Töchtern in der Nähe des Kunsteisstadions im Sahnpark wohnt. Er macht deutlich: "Ich stehe für Kontinuität.