Jugendliche auf den Spuren des NSU

Zeitgeschichte Neue Geschichtswerkstatt startet Reise nach München

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Foto: Katarzyna Bialasiewicz/GettyImages/iStockphoto

Zwickau. Eine Gruppe von 25 Jugendlichen aus der Muldestadt reist am Montag für drei Tage nach München und beschäftigt sich mit dem Terror durch den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU). Die Reisegruppe bilden Schülerinnen, Schüler und Jugendliche der Fucikschule, des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums und der Pestalozzischule sowie des Peter-Breuer-Gymnasiums und des Zwickauer Jugendbuffets im Alter zwischen 15 und 27 Jahren. Hauptbestandteil der Bildungsreise ist der Besuch eines Gerichtstages am Oberlandesgericht in München.

Zudem tauschen sich die Beteiligten mit einer Opferanwältin und verschiedensten Organisationen aus, um weitere Hintergründe über den Prozessablauf zu erfahren und das Thema des rechtsextremen Terrorismus weiter zu durchleuchten. Auch der Tatort des Mordes an Theodoros Boulgarides wird besucht. Nach ihrer Rückkehr werden sich die Jugendlichen weiterhin mit dem Thema, im Rahmen einer sich gründenden "NSU-Geschichtswerkstatt" beschäftigen.

Förderung durch den Jugendfond des Bundesprogramms Demokratie Leben

Die Zwickauer Geschichtswerkstatt zur Aufarbeitung der Taten des NSU möchte sich den Ereignissen, Orten und Personen rund um die Verbrechen in der Region widmen. Dabei steht die Stadt Zwickau im Vordergrund. Der Ausflug nach München dient als Start dieser Geschichtswerkstatt. Hauptaugenmerk liegt letztlich auf der Erstellung einer Dokumentation über Zwickauer Orte, Ereignisse und Personen. Begleitet und gestaltet wird diese Aktion durch den Verein Alter Gasometer und weiteren Kooperationspartnern sowie den Mitwirkenden selbst.

Die Ausfahrt wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben durch den Jugendfonds der Zwickauer Partnerschaft für Demokratie gefördert. Mitfinanziert wird diese Maßnahme auch durch Steuermitteln auf Grundlage des von Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes sowie im Rahmen des Landesprogramms "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" unterstützt.