Jugendliche üben Integration

Stiftung Daetz-Centrum in Lichtenstein als Vorreiter für Deutschland

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Die jugendlichen Projektteilnehmer bekamen von Petra Köpping eine Teilnehmerurkunde. Foto: Nicole Schwalbe

Lichtenstein. "Im Jahr 2015 sind statt der erwarteten 15.000 tatsächlich 68.000 Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern nach Sachsen gekommen. Für eine gelungene Integration müssen wir aufeinander zugehen und uns kennenlernen", sagt Petra Köpping, Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration.

Die Daetz-Stiftung hat sich der Aufgabe angenommen, im September 2016 zwei Projekte gestartet und im März 2017 zum Abschluss gebracht: das interkulturelle Projekt für deutsche und zugewanderte Eltern "Eltern für Eltern" sowie das interkulturelle Schulprojekt von Jugendlichen für Jugendliche "Bist du so wie ich dich sehe". Die Jugendlichen haben ihre Begegnungen in einem Video festgehalten, welches bei YouTube zu sehen ist.

Hier haben sich deutsche und zugewanderte Jugendliche miteinander beschäftigt und Vorurteile aus dem Weg geräumt. "'Im Islam akzeptieren wir keinen Terror. Islam bedeutet Frieden' zitiert Willy Vetter, Projektleiter "Interkulturelle Bildung" einen jungen, muslimischen Projektteilnehmer. Aus anfänglichen Ängsten und Vorurteilen auf beiden Seiten, entwickelten sich Freundschaften unter den Jugendlichen.

"Lichtenstein als Stadt im Grünen ist laut offiziellem Briefbogen weltoffen und ich freue mich, dass Peter Daetz mit der Daetz-Stiftung diesen Begriff mit ihren Projekten auch mit Leben füllt", so Thomas Nordheim, Bürgermeister. Für eine dauerhafte Integration sei interkulturelle Wissensvermittlung für Jung und Alt das A und O.