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Kürzere Wege zwischen Bus und Bahn

Umgestaltung Neubau bekommt Wartebereich und Toilette

Werdau. 

Durch die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Werdau sollen sich die Wege für die Reisenden verkürzen. Sie müssen zwischen Bus und Bahn künftig 25 Meter weniger zurücklegen. Das hat Planerin Claudia Fugmann in der vergangenen Woche zur Sitzung des Stadtrates mitgeteilt. "Die Anforderungen an einen Bahnhof haben sich geändert. Er hat vor 100 Jahren zum Verweilen gedient. Mittlerweile gelten kurze Wege als wichtiger Faktor", sagte Fugmann.

Nach dem Abriss des Bahnhofsgebäudes soll eine komplette Neuordnung der Flächen möglich sein. Die Pläne sehen vier Bushaltestellen und zwei Abstellplätze vor. Die Bushaltestellen könnten direkt gegenüber den Bahnsteigen angeordnet werden. Die Gestaltung der Verknüpfungsstelle sei barrierefrei und weitestgehend witterungsgeschützt geplant. Zudem könnten Kurzzeitparkplätze und Stellflächen für Taxen entstehen. Zum Projekt würden zudem die Schaffung von Fahrradstellplätzen, einer Ladestation für E-Bikes und die Verbesserung des Fußweges nach Leubnitz gehören. Am Bahnhof soll ein Neubau eines Servicebereiches mit Fahrgastinformation, Wartebereich und Toilette errichtet werden. Die Betreibung für das Gebäude, welches von den Fachleuten als "funktionale, aber zweckmäßige Variante" bezeichnet wird, müsse die Stadt übernehmen. Damit könnten vor allem Ansprüche wie Sicherheit, Übersichtlichkeit und Sauberkeit erfüllt werden. Die Integration von privaten Dienstleistungsangeboten wie Imbiss, Zeitschriftenhandel oder Reisebüro sei denkbar. "Der Neubau könnte auch später durch kleinere Anbauten ergänzt werden", sagte Fugmann.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses haben sich zur Sitzung im November 2013 einen Eindruck von der Situation am Bahnhofsgebäude verschafft. Danach wurde ein Planungsbüro mit den Untersuchungen beauftragt. Die Ergebnisse wurden den Abgeordneten dann zum ersten Mal im März 2014 hinter verschlossenen Türen präsentiert. Gegen die Komplettsanierung des Altbaus sprachen die hohen Kosten von 1,6 Millionen Euro und gegen die Teilsanierung die eingeschränkte Förderfähigkeit. Zudem wird darauf aufmerksam gemacht, dass Werdau über mehrere denkmalgeschützte und wertvolle Gebäude, für die ein Nachnutzer gesucht wird, verfügt.