Kapelle bekommt Frischekur

Sanierung Zwei Fördertöpfe angezapft

Im Rathaus laufen die Vorbereitungen für die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Friedhofskapelle auf Hochtouren. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 478.000 Euro. Im September hat die Stadt zwei Fördermittel-Zusagen für die Umsetzung des Projektes erhalten. Zum einen wird die Substanzerhaltung an der Friedhofkapelle mit 200.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesregierung unterstützt. Zum anderen fließt eine Co-Finanzierung in Höhe von 100.000 Euro aus Denkmalschutzmittel des Freistaates. Die Stadt muss also einen Eigenanteil von 178.000 Euro aufbringen. "Im Rahmen des Projektes werden die historischen Bleiglasfenster, die Kirchenbänke und die Holz-Außentüren aufgearbeitet. Die Rotunde unter der Kuppel wird innen restauriert. Weiterhin erfolgt der Neueinbau einer Kirchenbankheizung", nennt Karsten Piehler, Leiter des Fachbereichs für Planen und Bauen im Rathaus, die Schwerpunkte. Begleitend wird durch das Institut für Diagnostik und Konservierung über ein Forschungsprojekt die Aktivierung eines historischen Lüftungssystems untersucht. "Bis Ende 2015 sollen alle Vergaben erfolgen, so dass spätestens mit Beginn des nächsten Jahres die Restaurierungsarbeiten erfolgen können", sagt Karsten Piehler bei einem Blick auf den Zeitplan. Allerdings reicht das Geld nicht für alle angedachten Maßnahmen. Die Restaurierungsarbeiten für die Fassade, den kompletten Innenputz und für die Fußböden müssen zurückgestellt werden. Der im Jahr 1906 erbaute Waldfriedhof in Werdau zeichnet sich durch eine herausragende Friedhofsarchitektur aus den Zeiten des wilhelminischen Kaiserreichs aus. Die im Stile der Neoromantik erbaute Kapelle bildet den Mittelpunkt des Friedhofs.