Karl-May-Haus: Pläne sehen modernen Anbau vor

Bau Kosten liegen bei rund 1,8 Millionen Euro

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So könnte der Anbau des Karl-May-Haus aussehen. Entwurf: Raum und Bau GmbH

Hohenstein-Ernstthal. Das Karl-May-Haus könnte schon bald einen Anbau bekommen. Neben dem Gebäude, wo jetzt noch zwei baufällige Altbauten stehen, ist ein modernes Depotgebäude geplant. Seit 2015 laufen entsprechende Vorarbeiten und in der jüngsten Stadtratssitzung wurden die aktuellen Entwürfe vorgestellt, bei denen Architekt Ralph Hengst auch auf Wünsche der Räte eingegangen war.

Unter anderem wurde der Übergangsbereich zwischen dem alten Weberhaus, in dem Karl May geboren wurde, und dem modernen Depotneubau verändert. Auch die reduzierte Höhe des Depotgebäudes soll dafür sorgen, dass es im Verhältnis zum kleinen Museum nicht zu dominant wirkt. Zwischen dem Eingangsbereich auf Straßenhöhe und der 1,20 Meter tiefer liegenden Ausstellungsfläche des Erdgeschosses soll ein Hubpodest dafür sorgen, dass Barrierefreiheit gegeben ist.

Finanzierung: 90 Prozent sollen aus Fördermitteln kommen

Schwerpunkt des Neubaus mit 600 Quadratmetern Gesamt- und 400 Quadratmetern Nutzfläche soll nach wie vor die Nutzung als Depot. Platz für wechselnde Sonderausstellungen und einen Aufenthaltsbereich soll es ebenfalls geben. Eine Verbindung zum großen Grundstück ist geplant, da hier in Zukunft vielleicht noch Angebot für Familien geschaffen werden können.

Die geplanten Kosten liegen bei reichlich 1,8 Millionen Euro, wovon 90 Prozent aus Fördermitteln von Bundesregierung und Freistaat kommen sollen. Während viele Räte positive Meinungen zum Neubau äußerten, gab es auch Kritik aus Reihen der Fraktion "Die Linke", die sich gegen eine Investition in dieser Größenordnung ausspricht und andere Prioritäten sieht.