Katastrophenschutz übt in Wolkenburg den Ernstfall

Übung Alle "Vermissten" konnten aus Bergwerk gerettet werden

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Im Schacht geht es eng zu. Foto: A. Büchner

Wolkenburg. Ende Mai hat der Katastrophenschutz vom Bereich Zwickau Nord in der Sankt-Anna-Fundgrube in Wolkenburg einen Übungsdienst abgehalten. Die Einheiten des Löschzugs "Wasserversorgung 2" und "Löschzug Retten 2" waren dabei mit 20 Kameraden aus Lichtenstein, Glauchau und Limbach-Oberfrohna vor Ort.

Rettung in völliger Dunkelheit

"Im Bergwerk mussten drei 'verletzte' Personen gerettet werden", gab Marcel Philipp bekannt. "Aufgrund der Dunkelheit mussten die Feuerwehrleute mit Scheinwerfen ins Innere vordringen. Dies sollte allen Helfern zeigen, wie schwierig eine Rettung sein könnte, wenn der Strom ausgefallen ist und Personen gerettet werden müssen."

Dabei mussten die Kameraden verschiedene Hindernisse überwinden und durch enge Gänge und Schächte kriechen. Die Feuerwehrleute waren immer gesichert, falls sie selbst verunfallen oder sich verirren.

Alle Vermissten konnten gerettet werden

Eine große Herausforderung stellte ein senkrechter Schacht, in dem eine Person vermutet wurde, dar. Der Schacht ist 25 Meter tief und konnte nur über Leitern bestiegen werden. Alle 'vermissten' Personen wurden letztlich gerettet.

"Es ist sowohl für die Feuerwehrkameraden als auch für die Mitarbeiter der Fundgrube wichtig, solch eine Gefahrensituation zu üben, um für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein", betonte Philipp. "Die Feuerwehr bedankt sich bei den Mitarbeitern vom Bergwerk für die gute Zusammenarbeit." Die Sankt-Anna-Fundgrube kann am 17. September das nächste Mal besichtigt werden.