Kaufland schließt Einkaufsmarkt

Einzelhandel Unternehmen verhandelt über Sozialplan

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Der Einkaufsmarkt in Crimmitschau wird geschlossen. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Das ist ein schlechter Start ins neue Jahr: Kaufland zieht sich aus dem Crimmitschau-Center zurück. Der Mietvertrag endet am 31. Dezember 2017. Der Einkaufsmarkt wird wahrscheinlich im Spätherbst zumachen. Das hat die Kaufland-Zentrale in dieser Woche mitgeteilt.

Von der Schließung sind 58 Mitarbeiter, die im Kaufland in Crimmitschau arbeiten, betroffen. Sie stehen vor einer mehr als ungewissen Zukunft. Aus der Kaufland-Zentrale heißt es, dass mit dem Betriebsrat an einem Interessenausgleich und Sozialplan gearbeitet werden soll. Die Mitarbeiter hätten zudem die Chance sich auf freie Stellen in umliegenden Filialen - zum Beispiel in Meerane, Glauchau, Werdau und Zwickau - zu bewerben.

Die Filiale in Crimmitschau wurde im Januar 1998 eröffnet. "Um den Kunden eine moderne und attraktive Filiale zu bieten und diese auf Dauer auch wirtschaftlich zu betreiben, müsste der Standort umfangreich modernisiert und umstrukturiert werden. Aufgrund des Alters und des technischen Zustands der Immobilie hätte die Umsetzung hohe Investitionen zur Folge. Hinzu kommen baurechtliche Restriktionen. Vor dem Hintergrund der Geschäftsentwicklung dieses Standortes hat das Unternehmen entschieden, diese Maßnahmen nicht durchzuführen und den Standort aufzugeben", teilt Andrea Kübler, die sich in der Kaufland-Zentrale um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmert, mit. Sie verweist zudem auf "baurechtliche Restriktionen". Für den Bereich des Crimmitschau-Centers gibt es einen Bebauungsplan-Vorentwurf, welcher kaum Spielraum für Investitionen in den Einkaufsmarkt lässt.