Kemas-Gründer verabschiedet sich

Wirtschaft Grämer ist ein echter Tüftler - Unternehmen hat heute 90 Mitarbeiter

Hohenstein-Ernstthal/Oberlungwitz. 

Hohenstein-Ernstthal/Oberlungwitz. Ende vergangener Woche hat sich mit Hans-Jürgen Grämer ein erfolgreicher Unternehmer der Region in den Ruhestand verabschiedet. Der 64-Jährige baute zusammen mit einer zunächst überschaubaren Mannschaft die Firma Kemas auf, die seit 1991 zu einem Spezialisten für automatische Übergabesysteme wurde und heute rund 90 Mitarbeiter hat.

Vor der Wende bei Robotron beschäftigt

Schon vor der Wende war Grämer ein echter Tüftler, damals noch beim DDR-Computerhersteller Robotron. Doch der hatte nach der Wende keine Zukunft, deshalb mussten neue Ideen her. Die waren nicht nur für Grämer und seine Mitstreiter wichtig, sondern auch für die Region. "Wichtig war ja, dass Arbeitsplätze entstehen", erinnert sich Steffen Schubert, damals Bürgermeister von Oberlungwitz, der Hans-Jürgen Grämer und seine Firma ins gemeinsam mit Hohenstein-Ernstthal entwickelte Gewerbegebiet am Sachsenring holte. Hier hat Kemas mittlerweile drei Standorte, denn durch immer neue Ideen und Herausforderungen wuchs auch der Platzbedarf des Sicherheitsspezialisten. Die Geräte übernehmen beispielsweise die automatische Schlüsselausgabe je nach Berechtigung des Empfängers, was im Autohaus genauso wichtig ist, wie in einer Justizvollzugsanstalt.

Sohn führt das Lebenswerk des Vaters fort

Vertreter zahlreicher Kunden und Partner machten bei der Verabschiedung am Donnerstag in einer ebenso interessanten wie umfangreichen Gesprächsrunde deutlich, wie vielseitig die Lösungen sind, die Kemas anzubieten hat. Mittlerweile ist das Unternehmen Teil der österreichischen Keba-Gruppe, die insgesamt rund 1800 Mitarbeiter hat. Hans-Jürger Grämers Sohn Björn ist schon seit Jahren in der Kemas-Spitze tätig und wird das Werk seines Vaters zusammen mit anderen Führungskräften fortsetzen. Ideen und Herausforderungen gibt es für die Spezialisten vom Sachsenring auch in Zukunft genug, unter anderem mit Blick auf neue Mobilitätslösungen im Digitalzeitalter.