Kinderbetreuung: Elternbeiträge steigen

Kommunales Gesetzlicher Rahmen macht eine Anhebung nötig

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Foto: FeeLoona/Pixabay

Oberlungwitz. Viel ist in den letzten Wochen auf Bundes- und Landesebene über die Verbesserung der Kinderbetreuung in Kinderkrippe und Kindergarten verhandelt worden. Welche Auswirkungen dir Beschlüsse vor Ort haben, ist für die Verantwortlichen in den Kommunen aber bisher noch unklar. In Oberlungwitz mussten daher trotz der Debatte um mögliche Entlastungen zunächst einmal leichte Erhöhungen der Elternbeiträge beschlossen werden.

Laut Gesetz müssen die Elternbeiträge in der Krippe zwischen 20 und 23 Prozent der Betriebskosten liegen. In Kindergarten und Hort beträgt der Spielraum 20 bis 30 Prozent Oberlungwitz liegt mit den aktuellen Beiträgen deutlich hinter Nachbarorten wie Hohenstein-Ernstthal, Lichtenstein oder Gersdorf. Im kommenden Jahr wären die Beiträge, die bisher jeweils für das erste Kind monatlich 181,50 Euro für den Krippenplatz (9 Stunden), 110,50 Euro für den Kindergartenplatz und 63 Euro für die sechsstündige Betreuung im Hort betragen, nicht mehr im gesetzlichen Rahmen.

Der Stadtrat in Oberlungwitz hat nun beschlossen, dass ab Anfang 2019 die Elternbeiträge bei 20,5 Prozent in der Krippe und auf 25 Prozent in Kindergarten und Hort festgelegt werden. Das bedeutet jeweils für das erste Kind eine Erhöhung auf 190 Euro für neun Stunden in der Krippe. Im Kindergarten sind künftig 112,55 Euro zu zahlen, im Hort 64,45 Euro. "Das wird künftig ein brisantes Thema in den Kommunen", sagt Bürgermeister Thomas Hetzel. Er befürchtet einem Wettbewerb zwischen den Orten führt, der langfristig keinem hilft.