Kirchberg hat einen Weltmeister

funsport Extremhindernisläufer holt in England den Titel

Kirchberg. 

Kirchberg. Der in Kirchberg lebende Funsportler Jörg Eißmann stand vor wenigen Tagen bei den OCR-Weltmeisterschaften im Extremhindernislauf in seiner Altersklasse auf dem obersten Treppchen. Mit gut fünf Minuten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten kämpfte er sich in Kelvedon Hatch nahe London über die Ziellinie. Er sicherte sich damit nicht nur den Weltmeistertitel in der "AgeGroup", sondern war zugleich auch der einzige Starter aus dem 80-köpfigen deutschen Team, der es am Ende auf einen Podestplatz schaffte.

Viertschnellste Zeit aller deutschen Athleten

"Bei dem Lauf musste eine 15 Kilometer lange Strecke absolviert werden, die mit annähernd 100 schwierigen Hindernissen gespickt war. Darunter Kriechstrecken, Halfpipes, diverse Kletterhindernisse und Schlammlöcher. Letztere waren allein schon deshalb eine besondere Herausforderung, weil die Konsistenz des Schlamms eher an Pudding erinnerte, was das Durchqueren extrem schwierig machte, berichtete der 48-Jährige. Seine Wettkampfstrategie ging von Beginn an auf. Schon nach dem dritten Hindernis setzte er sich an die Spitze. "Ganz vorne laufen erleichtert es in der Regel, die Hindernisse zu bewältigen", erzählte er.

Nach einer Stunde 49 Minuten war der Triumph von Jörg Eißmann perfekt. Es war die viertschnellste Zeit aller deutschen Athleten. "Da ich jetzt Weltmeister bin, ist es mein erklärtes Ziel einen entsprechenden Nachwuchs mit aufzubauen, im Training zu unterstützen und vielleicht ebenfalls zu einem Weltmeister zu führen", ließ er durchblicken. Dazu sucht er junge Läufer, die vielseitige, sportlich ehrgeizig und mindestens genau so schnell sind wie er mit seinen 48 Lenzen. Das bedeutet, 10 Kilometer Straßen- oder Waldlauf in gut 40 Minuten zu absolvieren.