Kirchberger Autohaus will einen Wald anpflanzen

Natur Schäden durch Borkenkäfer machen Abholzungen erforderlich

Kirchberg. 

Kirchberg. Der Borkenkäfer hat auch dem knapp 30 Hektar großen Kommunalwald der Stadt Kirchberg schlimm zugesetzt. Um die Schäden zu beseitigen und weitere zu verhindern, machen sich umfangreichen Fällarbeiten erforderlich. Holger Buchta, zuständiger Revierförster des Staatsbetriebes Sachsenforst für das Betreuungswaldrevier Wildenfels, geht in einer ersten Schätzung von rund 500 Festmetern Schadholz aus. "Das entspricht etwa 20 Lkw-Ladungen. Ich befürchte allerdings, dass es noch mehr werden könnte - möglicherweise bis zur doppelten Menge", sagte er.

 

Da das Holz zumeist nicht die Qualität gesunder Bäume aufweist, wird der Ertrag aus dem Einschlag die Kosten für die Fällung und Neuanpflanzung nicht decken. Die Stadt Kirchberg muss für die Restkosten in vierstelliger Höhe aufkommen. Unterstützung kommt jetzt von der Zimpel und Franke Gruppe. Das regionale Autohaus pflanzt für jedes im Jahr 2020 verkaufte Fahrzeug einen Baum und möchte so einen "Zimpel und Franke Wald" entstehen lassen. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden nicht einfach Geld an eine Organisation zu spenden, sondern selbst und regional unserem Wald zu helfen", sagte Geschäftsführer Mario Ebert. Erklärtes Ziel sei es, auf diese Weise zur Anpflanzung von mindestens 3000 Bäumen beizutragen. Die ersten 1500 Setzlinge sollen noch im Herbst von den Azubis des Unternehmens unter fachlicher Anleitung des zuständigen Revierförsters in Kirchberg gepflanzt werden.