Kirchberger ist Vizeweltmeister

Extremgeländelauf Jörg Eißmann war in Kanada in seiner Altersklasse erfolgreich

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Das tägliche Training ist für Extremsportler Jörg Eißmann ein Schlüssel zum Erfolg. Foto: Andreas Wohland

Kirchberg. Der 47-jährige Jörg Eißmann hat etwas geschafft, wovon viele andere Sportler nur träumen können. Bei den in Kanada ausgetragenen OCR-Weltmeisterschaften im Extremgeländelauf holte sich der Kirchberger in der Altersklasse 45-49 den Titel des Vizeweltmeisters. Damit nicht genug. Er schaffte es auch als einziger Teilnehmer aus der 45-köpfigen deutschen Nationalmannschaft auf einen Medaillenrang.

Schwierige Parcours werden absolviert

Ein paar Wochen zuvor stand er bei zwei unabhängig voneinander ausgetragenen Europameisterschaften sogar ganz oben auf dem Treppchen. Der Kampf um einen WM-Spitzenplatz in seiner Altersklasse, in der rund 250 Teilnehmer an den Start gingen, war für ihn alles andere als ein Zuckerschlecken. Auf der 15 Kilometer langen Laufstrecke galt es für die Athleten mehr als 40 kräftezehrende Hindernisse überwinden.

"Wir mussten nicht nur die üblichen Kriechstecken unter Stacheldraht oder durch Schlamm absolvieren. Es gab auch jede Menge Kletter- und Hangelhindernisse, die extrem viel Kraft erforderten", berichtete Jörg Eißmann. Besonders heftig seien die steilen und bis 500 Meter langen Hänge gewesen. Die mussten teilweise mit bis zu 35 Kilogramm Gewicht auf dem Rücken erklommen und wieder hinab gelaufen werden.

Tägliches Training ist Geheimnis für seine Fitness

Die Tatsache, dass es kurz vor dem Wettkampf geregnet hatte, macht das Ganze mitunter zu einer kaum noch zu kontrollierenden Rutschpartie. Nach zwei Stunden und 20 Minuten passierte Jörg Eißmann geschafft, aber glücklich die Ziellinie. "Ich freue mich über den Titel. So lange ich körperlich und mental dazu in der Lage bin, will ich diesen abwechslungsreichen Sport auch weiterhin betreiben - und mich natürlich für die nächste Weltmeisterschaft qualifizieren", verriet er.

Eines der Geheimnisse seiner internationalen Erfolge sieht er in seinem täglichen Trainingsprogramm, das er ungeachtet von Regen, Wind und Kälte absolviert. Aber der Kirchberger möchte noch mehr. "Eines meiner Anliegen ist es, den Extremgeländelauf auch bei uns mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Dafür plane ich in Vorbereitung der anstehenden Läufe zur Europa- und Weltmeisterschaft 2018 in Kirchberg ein Trainingslager für das deutsche Nationalteam."



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