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Kirchengiebel vor dem Winter dicht

Bauarbeiten Arbeiten am Hartmannsdorfer Gotteshaus gehen planmäßig voran

Hartmannsdorf. 

Hartmannsdorf. In der Hartmannsdorfer Kirchgemeinde ist man sicherlich froh über das derzeit milde und trockene Wetter. Denn das hat bislang einen ungestörten Fortgang der Sanierungsarbeiten am Gotteshaus ermöglicht. Nachdem erst kürzlich die Kugel und die Wetterfahne wieder auf die Turmspitze gesetzt werden konnten, ist jetzt eine weitere Etappe absolviert. In den zurückliegenden Tagen wurde der abgebrochenen Südgiebel wieder komplett hochgemauert. Auch die äußere Hülle des Turmes ist mittlerweile vollständig angebracht. Damit können Außenstehende nicht mehr erkennen, welche maroden Holzteile des Gebälkes und der Verkleidung beispielsweise im Bereich des Glockenstuhles ausgetauscht werden mussten.

Bauarbeiten sind noch lange nicht abgeschlossen

Jetzt steht der nächste Sanierungsabschnitt der "Kirche zu St. Johannes Enthauptung" auf dem Programm. Sobald das Gerüst vom Turm entfernt wurde, sollen noch in diesem Jahr das Abreißen und die anschließende Neueindeckung der Südseite des Hauptdaches erfolgen. "Wir fangen deshalb mit der Südseite an, weil dort die Chancen am größten sind, auch im Winter noch arbeiten zu können", erläuterte Alexander Gaudlitz vom betreuenden Bauplanungsbüro List und Partner. Insgesamt werden sich die Arbeiten noch über einen Zeitraum hinziehen.

Projekt kostet über eine Million Euro

Hintergrund ist der Befall mit einem aggressiven Pilz, der dem Holz an zahlreichen Stellen stark zugesetzt hat. Auch Teile der bemalten Holzbalkendecke müssen ausgetauscht werden. Nach derzeitigem Planungsstand wird die Sanierung mit schätzungsweise 1,25 Millionen Euro zu Buche schlagen. Da es sich bei der Kirche um ein in geschichtlicher und künstlerischer Hinsicht bedeutendes Kulturdenkmal handelt, muss die Gemeinde diese hohe Summe nicht allein aufbringen, sondern erhält dafür umfangreiche Fördermittel. Die Ursprünge der Hartmannsdorfer Kirche dürften im 13. Jahrhundert liegen. Darauf jedenfalls deuten Reste eines Fresco an der Nordwand aus der Zeit um 1250 hin.



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