Klarheit am Sachsenring: So soll der Grand-Prix 2019 stattfinden

Event Pressekonferenz zum Event im Juli 2019

Hohenstein-Ernstthal/Oberlungwitz. 

Hohenstein-Ernstthal/Oberlungwitz. Nach wochenlanger Unklarheit sind die Eckpunkte für den Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring endlich bekanntgegeben worden. Informationen für das Rennen, das vom 5. bis 7. Juli auf dem Sachsenring stattfinden soll, gab es am Donnerstagvormittag bei der Pressekonferenz der künftigen Veranstalter vom ADAC in München und in Sachsen.

Gesenkte Ticketpreise

Wenn am Samstag der Kartenvorverkauf beginnt, können sich die Motorsportfans auf gesenkte Ticketpreise freuen. "Lieber eine volle Tribüne, die entsprechend mehr konsumiert", sagte Klaus Klötzner, Vorsitzender des ADAC Sachsen, über den Hintergedanken. Eine insgesamt höhere Besucherzahl soll die Einnahmen auch bei niedrigen Preisen sichern. Zudem wird angestrebt, das Publikum an der Traditionsrennstecke zu verjüngen. Stehplatztickets für das gesamte Wochenende gibt es für 99 Euro, nachdem sie im Vorjahr 122 Euro gekostet haben. Tribünenkarten sind im Vorverkauf (bis 31. Januar) laut ADAC günstiger als noch 2017. Der Vorverkauf beginnt am Samstag, 9 Uhr, in der Karthalle am Sachsenring. Ab 11 Uhr kann auch ein Bestellformular unter www.adac.de/motogp genutzt werden. Anschließend nehmen auch die weiteren Vorverkaufsstellen ihren Betrieb auf, zu den auch die Geschäftsstellen von Freie Presse und Blick gehören.

Die künftigen Grand-Prix-Macher vom ADAC haben bei der Pressekonferenz am Donnerstag deutlich gemacht, dass sie mit ihren Erfahrungen und Möglichkeiten für einen Erfolg der Weltmeisterschaft auf dem Sachsenring sorgen wollen. So will der ADAC in München seine Möglichkeiten für die deutschlandweite und internationale Vermarktung nutzten. Am Rahmenprogramm soll nicht viel verändert werden. "Der Sachsenring lebt von diesem Volksfestcharakter", sagt Hermann Tomczyk, Sportpräsident des ADAC. Neben dem Trubel rund um die Strecke und den WM-Rennen auf dem Parcours sollen auch wieder der Red Bull Rookies Cup und der Junior Cup am Sachsenring für Spannung sorgen.

Erstmals macht 2019 der FIM E-Moto World Cup auf der Rennstecke vor den Toren Hohenstein-Ernstthals Station. Ein klares Bekenntnis Tomczyks für die Zeit nach 2019 gab es am Donnerstag nicht, aber zumindest gab es Andeutungen. Einen Millionenverlust könne man sich nicht leisten. Ein extrem schlechter Grand Prix 2019 könnte also das Ende sein. Doch Millionenverluste sind am Sachsenring eher unwahrscheinlich, zumindest wenn die Veranstalter im Vorfeld ihre Hausaufgaben machen. Eine neue Sachsenring Event GmbH soll die Regie haben, zu der auch ehemalige Mitarbeiterinnen der Sachsenring-Rennstrecken-Management GmbH gehören.