Kleine Bikes auf großer Fahrt

MOTORSPORT "1. AMC Pocket- und Mini-Bike-Rennen" in Mülsen

Mülsen. 

Mülsen. Nachdem die Karts die "Arena E" in Mülsen vor Wochenfrist motorsportlich eingeweiht haben, ging es am letzen Samstag im August quasi nahtlos weiter. Unter der Leitung des AMC Sachsenring, der bisher 23 Mal das Mini-Bike-Rennen auf einem Teil des gleichnamigen Grand-Prix-Kurses ausgerichtet hat, kam der ADAC Mini Bike Cup zu seinem achten von neun Saisonläufen in die neue Mülsener Motorsportanlage.

Auf Favoritensturz folgte Favoritensieg

Deutschlandweit ist der Hohenstein-Ernstthaler Motorsportclub für seine erstklassige Nachwuchsarbeit bekannt. So verwunderte es kaum, dass er zum "1. AMC Pocket- und Mini-Bike-Rennen in der Arena E in Mülsen" in jeder Klasse Mitfavoriten am Start hatte.

In der Mini-Bike-Nachwuchsklasse der zehn- bis 14-jährigen Race-Kids reiste der Ungar Martin Vincze, unter anderem mit sieben Saisonsiegen, als klarer Gesamtführender an. Im ersten Rennen kam es gleich zu Beginn zu einer Kollision, in welche Martin Vincze und der Meisterschaftsdritte, Valentino Herrlich aus dem osthessischen Hofbieber, involviert waren und danach mit dem Kampf um die Podestplätze nichts mehr zu tun hatten. Diese sicherten sich der Österreicher Jakob Rosenthaler als Sieger vor dem als letztjähriger Champion der Einsteigerklasse in diesem Jahr zu den "Großen" aufgestiegenen Chemnitzer Lucas Eisenfeld sowie dem Tschechen Filip Novotny. Lucas Eisenfelds AMC-Sachsenring-Teamkollegen Albert Prasse aus Neukirchen/Pleiße und Phil Urlaß aus Hohndorf belegten die Plätze sieben und acht. Im zweiten Lauf wurde Martin Vincze seiner Favoritenstellung gerecht und gewann dieses Rennen ziemlich souverän vor Valentino Herrlich sowie Jakob Rosenthaler. In der höchst inoffiziellen AMC-Sachsenring-Klubmeisterschaft behielt Lucas Eisenfeld als Siebenter knapp die Oberhand über Phil Urlaß und Albert Prasse.

Podest fest in Hand des AMC Sachsenring

Die Klasse der Einsteiger, wenngleich das nicht zwingend Novizen sein müssen, ist 2019 sogar eine regelrechte Domäne der AMC-Racer. Regelmäßig wechselten sich vorm Sachsen-Event Ben Wiegner aus Plauen, Richard Irmscher aus Lichtenau, der Schweizer Kimi-Nikita Gundermann sowie Mika Siebdrath aus Wildenfels beim Siegen oder aber beim Besetzen der Podestplätze ab, sodass sie auch die ersten vier Positionen des aktuellen Rankings inne hatten. Nach einer Trainingsverletzung war Richard Irmscher außer Gefecht. Mika Siebdrath feierte schließlich zwei astreine Laufsiege. Im ersten Lauf wurde Ben Wiegner Zweiter vor Cem Sütcü aus dem hessischen Mücke, und im zweiten holte Kimi-Nikita Gundermann den Silberrang. Cem Sütcü wurde erneut Dritter. Ben Wiegner sammelte diesmal als Vierter wichtige Meisterschaftszähler. Eine starke Leistung zeigte Anina Urlaß, die jüngere Schwester von Phil Urlaß, die die sogenannte BLATA-Klasse des ADAC Pocket Bike Cups 2019 vorzeitig gewonnen hatte und als Gaststarterin ihr Debüt im ADAC Mini Bike Cup gab. Nach Platz zehn im ersten Lauf wurde sie im zweiten sogar Achte. Jamie Leon Wunderlich, ebenfalls aus Wildenfels, wurde einmal 15. und einmal 13.

Fynn Kratochwil "meisterlich"

Die Rennen der Pocket Bikes zählten nicht zum Cup und waren zunächst nur als offene Rennen im Programm. Hier gingen neulich gleich beide vakanten 2019er-Titel an AMC-ler, denn neben Anina Urlaß in der Klasse BLATA steht auch Fynn Kratochwil aus Mühlhausen bei den "GRC´s" vorzeitig als Titelträger fest. Der Thüringer gewann in Mülsen beide Rennen überlegen. Im ersten sicherten sich seine Clubkameraden Jason Rudolph aus St. Egidien und Danny Hinkelmann aus Königsfeld die Plätze zwei und drei. Im zweiten war wieder Jason Rudolph zweitstärkste Kraft vor dem Niedersachsen Sören Peterson. Da dieser eine BLATA fuhr und bei der Siegerehrung dieser Klasse auf der obersten Stufe des Podests stand, wurde Smilla Göttlich aus Eibau, ebenfalls für das Team des AMC Sachsenring fahrend, auf der Strecke Vierte, jedoch als GRC-Dritte geehrt. Das Finale der ADAC-Mini- und auch der Pocket-Bikes steigt am 21. September in Templin.