Kleine Entdecker fahren Achterbahn

Modell Friedrichshein präsentiert Achterbahn im Miniaturformat

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Hausleiterin Katrin Pfeifer demonstriert Besuchern gerne die Funktionsweise der Modellachterbahn. Foto: Andreas Wohland

Friedrichsgrün. Klein aber fein, genau so präsentiert sich die neueste Errungenschaft des Friedrichsgrüner "Hauses der Entdecker". Seit wenigen Tagen zieht dort eine Modellachterbahn Marke "Eigenbau" die Blicke der kleinen und großen Besucher auf sich.

Geschaffen wurde sie in den 1990er Jahren von Horst Langer, einem ehemaligen Reinsdorfer. Lange Jahre war er in der Gemeinde als Pastor der evangelisch-methodistischen Erlöserkirche tätig. Und so ganz nebenbei erwies sich der Geistliche auch noch gewiefter Bastler.

Ohne Vorgaben

Aus den Teilen eines Stabilbaukastens schraubte er ohne einen vorliegenden Bauplan das imposante Spielzeug zusammen. Verbaut hat er dabei zahllose mit Löchern versehenen Metallleisten, Schrauben und Muttern. Aber sein Einfallsreichtum ging noch weiter. Er entwarf sogar noch einen kleinen Aufzug, mit dem die Wagen nach oben an den Start gezogen werden.

Für die eigentliche Talfahrt baute Horst Langer sogar zwei mögliche Streckenvarianten aus. Gesteuert wird die Modellachterbahn über mehrere Schalter, mit denen Relais auslöst werden können. Ein paar bunte Lämpchen ergänzen die Anlage.

Besucher sind begeistert

Selbst an ihr herumspielen, das dürfen die Besucher allerdings nicht. "Aber es ist immer jemand von uns da, der die kleine Bahn auf Wunsch in Funktion zeigen kann", sagte Katrin Pfeifer, Leiterin des "Hauses der Entdecker". Erste Reaktionen der Besucher hätten gezeigt, dass die Neuanschaffung ein echter Hingucker ist.

Bürgermeister Steffen Ludwig (parteilos) freute sich, dass es der Gemeinde Reinsdorf gelungen ist, dieses außergewöhnliche Spielzeug für den Fundus der Einrichtung zu erwerben. "Es ist für uns schon ein absoluter Glücksfall, dass Bernfried Langer, Sohn des Erbauers, der Enkel Michael Langer, die Modellachterbahn über die Jahre hinweg gepflegt haben und so dieses einzigartige Stück für die Nachwelt erhalten werden konnte", machte der Rathauschef deutlich.



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