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Kleine Stacheltiere brauchen Hilfe

Naturschutz Nahrungsmangel ist ein großes Problem

Region. 

Region. Igel haben es nicht leicht. Das sieht man vor allem auf Straßen, wo die kleinen Stacheltiere regelmäßig überfahren werden. Doch es gibt ein weiteres Problem, von dem deutlich weniger zu sehen ist. Denn Igel leiden in diesem Jahr an akutem Nahrungsmangel, der durch die langwierige Trockenheit verursacht wurde. "Wasser hat ihnen gefehlt, genauso die Schnecken zum fressen. Würmer sind durch die Trockenheit tief im Boden", erklärt Tobias Rietzsch von der Wildtierauffangstation des Vereins Rödlitztal, der sich für den Naturschutz stark machte.

Den Igeln im Winter helfen

Rietzsch kümmerte sich in den vergangenen Wochen um drei kleine Igel, deren Mutter überfahren wurde. Anfangs wogen die kleinen Stachler nur rund 100 Gramm, doch mittlerweile haben sie mit 600 Gramm ein Gewicht erreicht, mit dem sie den Winter auch in der Natur überleben können. Für die Igel in freier Wildbahn geht es derzeit darum, genügend Reserven für den Winter anzufressen, was aber nicht einfach ist. Menschen können dabei durchaus helfen.

"Am besten ist dafür Katzenfutter", sagt Rietzsch. Doch im heimischen Garten lockt es im Zweifelsfall auch andere Tiere an, deshalb empfiehlt er, möglichst gezielt am Abend zu füttern. Denn dann sind die nachtaktiven Igel auch in den Gärten unterwegs. Wichtig sei auch, Laubhaufen und Geäst an einigen Stellen liegen zu lassen, damit die Igel einen Unterschlupf für den Winter bauen können.



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