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Kleines Lichtensteiner Kino hat viele Fans

Menschen Tom Kruppa hat seit 2015 die Regie in Lichtenstein

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Tom Kruppa sitzt in einem Sessel des Lichtensteiner Kinos und blickt in den Saal. "In den Großstädten werden Kinosäle nachgebaut, die genau so aussehen, genau diesen Charme haben", sagt der junge Pächter. Kruppa ist überzeugt, dass Kino im ländlichen Raum aufgrund der Attraktivität solcher kleinen Klubkinos gut funktioniert.

Er spricht aus Erfahrung, denn seit 2015 betreibt der gebürtige Gornsdorfer mit Erfolg das Kino "Capitol" in Lichtenstein, obwohl in der Nachbarschaft rund um den neuen Kreisverkehr viel gebaut wurde und wird. "Ich glaube, wenn die Menschen gern ins Kino kommen, spielt eine Baustelle keine Rolle", so Kruppa. Für ihn habe sich das auch bewiesen, die Besucherzahlen seien von Anfang an stabil, inzwischen sogar leicht steigend, erklärt Kruppa. "Ich habe Gäste, die kommen jeden Monat, weil sie das Kino mögen. Und es gibt welche, die kommen einmal im Jahr, über die freue ich mich genauso."

Kruppa stemmt den Großteil selbst

Mit Kino ist Tom Kruppa aufgewachsen. Sein Vater betreibt das Kino in Gelenau und schon als Kind ging er dort ein und aus. "Das war normal, nichts Besonderes", so der 26-Jährige heute. Selbst auch in die Kinobranche einzusteigen, sei deshalb nicht vorrangig sein Plan gewesen. Nach der Schule ging Kruppa zum Studieren nach Dresden, brach das Studium jedoch ab, jobbte im Kino des Vaters. Er habe eher durch Zufall erfahren, dass für das Kino in Lichtenstein ein neuer Betreiber gesucht wird und die Chance ergriffen. Und die erste Besichtigung sei dann auch ausschlaggebend gewesen. "Es hat sich sofort richtig angefühlt."

2015 übernahm Tom Kruppa auch die Digitalisierung selbst. Die sei für viele Kinobetreiber große finanzielle Hürde gewesen, aber Kruppa sieht gerade hier auch Vorteile: "Ich kann den Großteil des Geschäftes alleine stemmen, ich brauche keinen Filmvorführer mehr. Wenn es nötig ist, unterstützen mich freie Mitarbeiter." Im vergangenen Jahr hat er die Sanitäranlagen und die Küche erneuern lassen. "Als Nächstes würde ich gern in die Fassade renovieren lassen, aber das braucht noch etwas Zeit."



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