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Knapp 2.000 neue Azubis im Landkreis

Wirtschaft Gewerkschaft fordert bessere Job-Perspektiven

Zwickau. 

Zwickau. Ausbildungsvertrag in der Hand, aber was kommt danach? Im Landkreis Zwickau können sich derzeit rund 1.190 Neu-Azubis über eine Lehrstelle freuen. So viele versorgte Bewerber zählte die Arbeitsagentur zum Start des Ausbildungsjahres. Damit die Karriere auch nach der Abschlussprüfung weitergeht, fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) nun bessere Job-Perspektiven für Berufseinsteiger.

Trend geht zum "Zitter-Vertrag"

Eine große Hürde nach der Ausbildung, so die NGG, ist der Trend zum Job auf Zeit - zur Befristung. Volkmar Heinrich, Geschäftsführer der NGG-Region Dresden-Chemnitz, spricht von einer "Unternehmer-Unsitte": Es könne nicht sein, dass Betriebe trotz Hochkonjunktur in vielen Branchen so stark auf Befristungen setzten. "Wer als Job-Starter eine Familie gründen oder einen Kredit für die Wohnungseinrichtung bekommen will, der braucht einen sicheren Arbeitsplatz und keinen Zitter-Vertrag", so Heinrich.

Dass Berufseinsteiger besonders betroffen sind, zeigt auch die amtliche Statistik. So waren in Sachsen im vergangenen Jahr 17 Prozent der 20- bis 30-Jährigen befristet beschäftigt - Azubis nicht mitgerechnet. Das geht aus dem aktuellen Mikrozensus hervor. Danach hatten insgesamt 146.000 Sachsen einen befristeten Arbeitsvertrag - das ist immerhin jeder zwölfte Beschäftigte.

Selbst schuld?

Auf Unternehmer, die darüber klagen, dass sie im Gastgewerbe oder in der Ernährungswirtschaft kaum noch Fachkräfte finden, reagiert Heinrich mit einem Kopfschütteln. "Wer nach der Ausbildung nur einen Vertrag auf Zeit anbietet, der muss sich nicht wundern, dass sich Schulabgänger woanders umsehen."



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