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Kontroverse über Grünbrücke der Ortsumfahrung Kirchberg

Grünbrücke Ermittlung des Nutzens zieht sich in die Länge

Hartmannsdorf. 

Hartmannsdorf. Im Juli 2016 wurde die Ortsumfahrung Kirchberg für den Verkehr freigegeben. Weil der Trassenverlauf die natürlichen Wege des Wildes durch den Hartmannsdorfer Forst kappte, wurde für 2,5 Millionen Euro eine Grünbrücke gebaut. Allerdings liegen auch gut vier Jahre nach Übergabe der Straße keine konkreten Angaben darüber vor, ob die Brücke von den Tieren genutzt wird.

Franz Grossmann von der Pressestelle des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) sagte dazu: "Die Grünbrücke unterliegt einem Wildmonitoring. Dieses läuft sehr langfristig und belastbare Ergebnisse werden erstmalig voraussichtlich Ende 2023 vorliegen. Ein Grund für die Langfristigkeit ist unter anderem die Untersuchung der Wirksamkeit der Anpflanzungen".

Wildtierbrücke dient wohl eher Crossmaschinen

Allerdings ist auf der Brücke nicht viel von Anpflanzungen zu erkennen, die laut einer früheren Aussage des Amtes schon vor zwei Jahren hätte erfolgen sollen. "Die erstmalige Bepflanzung der Wildbrücke ist nunmehr für Herbst 2020 vorgesehen. Die baurechtlichen Voraussetzungen dafür liegen jetzt vor", so der Lasuv-Mitarbeiter. Über eine andere Nutzung der Bücke berichteten schon seit Jahren immer wieder Spaziergänger.

So würden Fahrer von Crossmaschinen und Quads die Brücke benutzen, um die Ortsumfahrung auf kurzem Weg zu überqueren. Das aber widerspricht der Bestimmung des Bauwerkes. Dessen einzige und ursprüngliche Aufgabe besteht darin, die getrennten Biotope wieder miteinander zu verbinden und dem Wild eine Schneise anzubieten, die ihm den ungestörten Wechsel zwischen den geteilten Waldgebieten des Hartmannsdorfer Forstes ermöglicht.