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Konzert mit der "Grande Dame" der deutschen Rockmusik

Open Air Inga Rumpf gastierte im Schloss Planitz

Zwickau. 

"Irgendwie ist´s eine groteske wie tolle Schulhofgeschichte", meinte Jürgen Pippig. "Früher habe ich mit dem Taschenempfänger Micki II verbotener Weise auf dem Deutschen Soldatensender 935 in der Hofpause Frumpy gehört. Heute stehe ich auch in einem Schulhof und höre die mich damals begeisternden Lieder legal", erinnerte sich der 62-Jährige sicher wie viele der älteren Konzertbesucher vor wenigen Tagen im Planitzer Schloss an "ihre Jugendsünden". Inga Rumpf wollte, ehe sie die ersehnten Frumpy- und Atlantis-Titel zu Gehör brachte, von "ihren Jahrgängen" wissen: "Wo sind eure langen Haare? Hoffentlich sind die Erinnerungen an alte Zeiten geblieben!" Dann verzückte die Hamburgerin zur Open-Air-Premiere der von Kultour Z und Liederbuch initiierten neuen Veranstaltungsreihe "Schlossakkord" das Publikum. In barockem Ambiente genoss dieses in einem Mix aus reinen Sitzplätzen und in Huschen gehüllten Tischen gute drei Stunden Jazz, Blues, R&B, Gospel und Soul. Nach dem Entré des "gastgebenden" Jazz-Trios des Clara-Wieck-Gymnasiums präsentierte die Hanseatin im ersten Teil Neueres von ihrem 2013er Album White Horses. Danach gab´s die "back to the roots"-Songs. Ob bei "Let´s get on the road again" oder "Indian Rope Man", dem funkigen "Friends" und selbstverständlich "How the Gipsy was born", dem Frumpy-Klassiker schlechthin - die "Ingaianer" feierten "die Grand Dame der deutschen Rockmusik". Die fast 69-Jährige (2. August) bewies, dass es trotz oder gerade mit fünfzig Jahren Bühnenerfahrung richtig abgeht, sie sichtlich Spaß an diesem Gig hatte. Das galt ebenso für ihre mit Jazz-Größen hochkarätig besetzte Band, der sie immer wieder viel Spielraum für Improvisationen gab, so manchen Titel in eine "Session ausarten" ließ. "Wow, das war eine geile Location", zeigte sich Inga Rumpf nach ihrem einzigen Konzert in dieser Region vom Karree des Planitzer Schlosshofes begeistert. "Hoffentlich keine einmalige Sache!" Für die zweite Auflage im Sommer 2016 an gleicher Stelle laufen bereits Überlegungen. msz/unh



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