Korbmacher reisen nach Blankenhain

Handwerk Der diesjährige Korbmacher- und Pflanzenmarkt

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Korbmacher Ralf Eggert aus Woserin gehört inzwischen zum Stamm der Blankenhainer Marktes. Foto: T. Michel

Blankenhain. Einmal im Jahr macht sich Ralf Eggert aus Woserin mit seiner mobilen Korbmacherwerkstatt auf den langen Weg ins Deutsche Landwirtschaftsmuseum Schloss Blankenhain. Sein Ziel ist der dort stattfindende Korbmacher- und Pflanzenmarkt, dessen diesjährige Ausgabe am vergangenen Wochenende über die Bühne gegangen ist.

450 Kilometer stören die Korbmacher nicht

"Ich bin seit dem ersten Markt hier und kann den Besuchern mein Handwerk präsentieren", meinte der Mann aus Mecklenburg-Vorpommern. Die schlappen 450 Kilometer Anreise haben ihn noch nie gestört. Schließlich hat sich der Korbmacher den "lebenden Bauwerken" verschrieben. "Das Frühjahr ist die beste Zeit dafür, Pavillons oder Zäune anzupflanzen", erklärte Ralf Eggert, der neben den klassischen Korbmacherarbeiten auch einige Exemplare seiner besonderen Kunst nach Blankenhain mitgebracht hatte.

Neue Korbmacher zog es nach Blankenhain

Zum ersten Mal in Blankenhain war dagegen Michael Thierschmann aus der Nähe von Marburg in Hessen. "Ich bin von den Gastgebern eingeladen worden, meine Zusage habe ich nicht bereut", meinte der gelernte Korbmacher, der in einer Werkstatt für Behinderte arbeitet.

"Uns ist es gegenüber dem vergangenen Jahr gelungen, einige Korbmacher mehr für unseren Markt zu gewinnen", freute sich Organisator Andreas Wolf vom Kulturhof Zickra in Thüringen, der zu Museumschef Jürgen Knauss seit mehreren Jahren einen guten Draht hat und inzwischen auf dem Schlosshof in Blankenhain pro Jahr zwei Spezialmärkte organisiert.

Und obwohl das kühle Aprilwetter am Wochenende eher zum Zuhausebleiben einlud, zählten die Gastgeber des Korbmacher- und Pflanzenmarktes an beiden Tagen wieder mehrere hundert Schaulustige.