Kräuterfans pilgern durch Zwickau

Natur Museumspädagogin und Naturexpertin klären auf

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Isabell Kühnreich (Mitte) und Heike Schremmer (rechts) beantworteten Fragen der Teilnehmer zu den heimischen Kräutern. Foto: Ludmila Thiele

Zwickau. Wenn die Menschen an eine Wanderung denken, haben sie meistens ein Bild von Bergen und Sonnenschein im Kopf. Dass es auch anders geht, zeigten 18 Kräuterfans, die sich am Mittwoch auch von strömendem Regen nicht abhalten ließen, eine Kräuterwanderung durch Zwickau zu unternehmen.

Initiiert wurde diese besondere Wanderung von Isabell Kühnreich, Museumspädagogin der Priesterhäuser Zwickau. Unterstützt wurde sie von der Reinsdorfer Kräuterexpertin Heike Schremmer von "Wilde Spezereyen", die auch eigene Naturprodukte und Kräuterwanderungen anbieten.

Mit Regenschirm und Regenjacke zur ersten Station der Erkundung

Die erste Station der Kräuterwanderung für Familien mit Kindern war der Innenhof der Priesterhäuser. Gewappnet mit Regenschirmen und Regenjacken ging es anschließend zur Paradiesbrücke, um von dort aus an den Muldenufern weitere heimische Kräuter zu finden. Die Kinder und Erwachsenen zeigten sich überrascht, welche Kräuter sich am Wegesrand finden lassen.

Sei es nun das Johanniskraut, das zur Nervenberuhigung dient, oder die Schafgarbe, die einen köstlichen Tee ergibt, der gegen Entzündungen des Rachens aber auch gegen einen verstimmten Magen hilft.

Kräuterquark zur Stärkung

Der Weg an der Mulde führte die Kräuterwanderer zum Historischen Dorf Zwickau. Während Streetworker Elfried Börner von der Stadtmission Zwickau die Wanderer über das Projekt mit jugendlichen Helfern aufklärte, bereiteten Isabell Kühnreich und Heike Schremmer eine "Schmauserei" mit den gesammelten Kräutern vor. So konnten die vom Regen aufgebrauchten Kräfte durch einen würzigen Kräuterquark mit dunklem und Dinkelbrot aufgetankt werden.

"Die nächste Kräuterwanderung ist für den September geplant, diesmal dann hoffentlich mit besserem Wetter", sagte die Museumspädagogin Kühnreich. Doch die Zwickauer "Kräuterlehrlinge" bewiesen: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.