Kräuterfans wollen die Vielfalt der Natur erhalten

Projekt In Lichtenstein soll ein Mitmachgarten entstehen

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Angela und Dietmar Schmidl, dessen Strauß mit Löwenzahn und Brennnessel essbar und gesund ist. Foto: Markus Pfeifer

Lichtenstein. Dietmar und Angela Schmidl vom Lichtensteiner "Kräuterberg" planen ein neues Projekt. Am Jugendzentrum Riot wollen sie die mehrere Hundert Quadratmeter umfassenden Flächen, wo früher das "Grüne Klassenzimmer" war, wieder nutzbar machen. "Das soll ein öffentlicher Mitmachgarten werden", erklärt Dietmar Schmidl.

Jeder darf mithelfen

Wer Interesse hat, kann hier zusammen mit anderen und unter fachlicher Anleitung beispielsweise Hochbeete anlegen und bepflanzen. Gemeinsame Gartenarbeit und irgendwann die Ernte sollen das Interesse an naturnahem Anbau von Sorten, die nicht so überzüchtet sind, wie die meiste Massenware aus dem Handel, wecken. "Für das Projekt suchen wir noch Sponsoren und natürlich Interessenten, die ernsthaft mitmachen wollen", sagt Schmidl. Erste Zusammenkunft vor Ort am Riot soll am 23. Mai um 17 Uhr sein.

Mit dem "Kräuterberg" haben sich Dietmar und Angela Schmidl ein rund 2000 Quadratmeter großes Refugium geschaffen, in dem hunderte Pflanzenarten gedeihen, die unter anderem in Kräutertees, Pesto, Ölen und andere Naturprodukten verarbeitet werden.

Die Artenvielfalt soll erhalten werden

Außerdem machen sie sich für naturnahe Gärten stark, um Lebensraum für viele Tierarten zu schaffen. Denn die üblichen Kurzrasengärten, der Einsatz von Chemikalien im Garten und der Landwirtschaft seien ein großes Problem, dass die Vielfalt der Natur bedroht. "Unkraut gibt es eigentlich nicht", betont Angela Schmidl und schwört beispielsweise auf Giersch als sehr gesundes Kraut. Weitere Informationen gibt es auf der Seite www.zum-kräuterberg.de.