Krankenhaushygiene auf höchstem Niveau

Krankenhaus Rund eine Million Euro in Lichtenstein investiert

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Im neuen Sterilgutversorgungsflur werden medizinische Geräte eingelagert. Foto: Markus Pfeifer

Lichtenstein. Das DRK-Krankenhaus in Lichtenstein hat eine auf den ersten Blick unscheinbare, aber dennoch sehr wichtige Erweiterung bekommen. Wer vom Parkplatz kommt, entdeckt am Foyer einen zweigeschossigen Anbau, in dessen Obergeschoss sich ein neuer Sterilgutversorgungsflur befindet.

"Mit dessen Inbetriebnahme ist es nun möglich, die drei Operationssäle mit sterilen Arbeitsmaterialien zu versorgen, ohne andere Versorgungs- oder Entsorgungswege zu kreuzen. Damit setzen wir die neusten Richtlinien der Kommission für Krankenhaushygiene des Robert-Koch Instituts kompromisslos um und garantieren Krankenhaushygiene auf höchstem Niveau", teilte Sandra Schlömer aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Krankenhauses mit.

Investitionen für mehr Sicherheit

Sterile Operationsmaterialien kommen über einen besonderen Schrank in den sterilen Flur, der ansonsten nicht von außen zugänglich ist. Der Weg der Gerätschaften wird bei dank eines Scannersystems jederzeit nachverfolgt. Nach der Benutzung im Operationssaal werden die Materialien auf einem anderen Weg abtransportiert und in der Zentralsterilisation im DRK Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein gereinigt, desinfiziert und sterilisiert.

"Von der verbesserten Sicherheit profitieren alle Patienten, die an unserem Haus operativ versorgt werden. Insbesondere gilt das für die Implantation neuer Hüften oder Kniegelenke, die in unserem seit 2015 zertifizierten Endoprothetikzentrum eingesetzt und erneuert werden", so Sandra Schlömer. Insgesamt wurden rund eine Million Euro investiert. Der Freistaat Sachsen steuerte 770.000 Euro bei, 250.000 Euro trägt das DRK.