Kreis gibt Gebäude in Glauchau auf

Zentralisierung: Peter Dresler schaut mit gemischten Gefühlen auf die Entwicklung

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Der Landkreis Zwickau will sich von dem Haus am Scherbergplatz trennen. Foto: Frenzel

Glauchau. Zwei Landkreis-Standorte in Glauchau stehen vor dem Haus. Für die Häuser am Scherbergplatz 4 und an der Chemnitzer Straße 29 gibt es mittelfristig im Landkreis Zwickau keine Verwendung mehr. Das geht aus der Fortschreibung eines Standortkonzeptes, welches der Kreistag auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen hat, hervor. Damit wird die Zentralisierung vorangetrieben. Am Scherbergplatz befinden sich die Büros der Mitarbeiter von Straßenverkehrsamt und Zentralem Immobilienmanagement. In dem Gebäude an der Chemnitzer Straße sind Teile von Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt und Jugendamt untergebracht. Nach dem Auszug der Mitarbeiter plant der Landkreis den Verkauf der beiden Immobilien.

Glauchaus Oberbürgermeister Peter Dresler (parteilos) schaut mit gemischten Gefühlen auf die Weichenstellung im Kreistag: "Solche Entscheidungen aus Kosten- und Organisationsgründen kann ich meistens nachvollziehen. Für die Stadt ist der Schritt nicht so toll, weil es eben für diejenigen Bürger, die die angebotenen Leistungen in Anspruch nehmen wollen oder müssen, längere Wege bedeuten kann", sagt Peter Dresler. Er macht auch auf die negativen Folgen des Prozesses der Zentralisierung aufmerksam: "Leistungserfolg des Staates misst sich zuallererst nicht an den Kosten, sondern am Effekt beim Leistungsempfänger. Und das ist der Bürger."

Damit wird es in Zukunft zwei weitere große Häuser, für die ein Investor und Mieter gebraucht werden, geben. Dabei stehen schon zahlreiche Gebäude im Stadtgebiet leer. "Mir ist da aber nicht bange, in Glauchau sind Immobilien nachgefragt", sagt der Oberbürgermeister.