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Kreis nimmt Spitzenplatz ein

Moped-Führerschein 15-Jährige können die Mobilität erhöhen

Der Landkreis Zwickau nimmt beim Modellprojekt "Moped-Führerschein" mit 15 einen Spitzenplatz ein. Zwischen Mai und Dezember 2013 haben 186 junge Leute im Landkreis Zwickau die Moped-Führerscheinprüfung bestanden - an diesen Wert kommen die anderen Landkreise und kreisfreien Städte im Freistaat nicht heran. Das geht aus einer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. Auf den weiteren Plätzen landen der Erzgebirgskreis mit 178 Moped-Führerscheinen und Mittelsachsen mit 142 Moped-Führerscheinen. "Das Modellprojekt ist für die Mobilität der Jugendlichen insbesondere im Hinblick auf deren Schul- und Berufsausbildung eine wirklich gute Sache und findet auch unsere volle Unterstützung", teilt Dieter Heise, Leiter des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Zwickau, zu dem auch die Fahrerlaubnisbehörde gehört, mit. Er freut sich über den Blick auf die Sachsen-Statistik: "Auch wenn wir als Behörde keinen Einfluss auf die Prüfergebnisse haben, ist es schon toll zu lesen, dass der Landkreis Zwickau mit 186 bestandenen Prüfungen absoluter Spitzenreiter im Freistaat Sachsen ist". Heise hat auch einige Ursachen für die Entwicklung ausgemacht. "Im ländlichen Gebiet ist eben der Wunsch recht bald eigenständig unterwegs zu sein durch längere Wege und weniger öffentlichen Nahverkehr eher als in den großen Städten gegeben", sagt der Amtsleiter. Aus diesem Grund liegen Großstädte wie Chemnitz (30), Leipzig (16) und Dresden (11) auf den letzten Plätzen.

Trotz des Modellprojektes sei die Zahl der Unfälle mit schweren Personenschäden nicht gestiegen, heißt es in der Antwort auf die Kleine Anfrage weiter. Vielmehr sei die Zahl der verletzten Moped-, Mokick- und Mofa-Fahrer im vergangenen Jahr gesunken. Die Voraussetzungen für den Erwerb des Führerscheins mit 15 Jahren ist, dass die Prüflinge nach mindestens 14 Doppelstunden zu je 90 Minuten auch zwingend eine 30-minütige praktische Prüfung ablegen müssen. Torsten Herbst, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag, ist zuversichtlich: "Wenn sich die ersten Erfahrungen in den kommenden Jahren so fortsetzen, spricht alles dafür, dass das Modellprojekt ab 2018 in ganz Deutschland eingeführt werden kann."